Krieg gegen die Ukraine

Häme, Hohn und Hass - wie ein Forscher aus Halle wegen seiner Haltung zum Ukraine-Krieg im Netz angefeindet wird

Der hallesche Politikwissenschaftler Johannes Varwick tritt für Verhandlungen mit Russland ein und für ein „Einfrieren“ des Krieges. Dafür wird auf Twitter seit Monaten beschimpft und diffamiert.

Von Alexander Schierholz Aktualisiert: 12.10.2022, 18:25
Für seine Haltung zum Ukraine-Krieg wird der Politikwissenschaftler Johannes Varwick von der Uni Halle seit Monaten auf Twitter angefeindet.
Für seine Haltung zum Ukraine-Krieg wird der Politikwissenschaftler Johannes Varwick von der Uni Halle seit Monaten auf Twitter angefeindet. Foto: Henning Schacht/Montage: MZ

Halle (Saale) - Am kommenden Sonntag will Johannes Varwick ein Experiment starten. Via Twitter will er mit Bürgerinnen und Bürgern über den Ukraine-Krieg diskutieren. In dem Kurznachrichtendienst hat der hallesche Politikwissenschaftler eine Umfrage gestartet: Wer macht mit? Das Interesse ist, vorsichtig ausgedrückt, überschaubar – 14,3 Prozent Ja-Stimmen. Varwick (54) will es trotzdem wissen: „Ich möchte das einfach mal ausprobieren“, sagt er. Er hoffe auf eine sachliche Diskussion, „und dass die Pöbler nicht den Ton angeben“. Von denen nämlich hat der Experte für internationale Beziehungen und europäische Politik an der Uni Halle genug. Seit Monaten wird Varwick für seine Position zum Ukraine-Krieg auf Twitter hart angegangen. Kommentare wie „Putinknecht“ zählen noch zu den harmloseren.

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