Energiewende

Agrarbetrieb plant Solarpark für Chemieindustrie in Leuna

In Sachsen-Anhalt will erstmals ein Agrarbetrieb grünen Strom direkt an Industriefirmen und Bürger liefern. Wie das Konzept funktionieren soll.

Von Steffen Höhne und Diana Dünchel 15.12.2021, 08:30
Auf den Flächen des geplanten Solarparks sollen Bio-Hühner gehalten werden.
Auf den Flächen des geplanten Solarparks sollen Bio-Hühner gehalten werden. Münch Energie

Halle/MZ - Erstmals soll in Sachsen-Anhalt die chemische Industrie direkt und in größerem Umfang mit grünem Strom aus der Region beliefert werden: Der Landwirtschaftsbetrieb AVG Mücheln am Rande des Geiseltalsees (Saalekreis) plant zusammen mit dem Gase-Hersteller Linde und der Chemieparkgesellschaft Infra-Leuna einen Solarpark, der Industriebetriebe in Leuna mit Energie versorgen soll. „Wir planen ein Doppelnutzungskonzept“, sagte AVG-Geschäftsführer Constantin von Reitzenstein am Dienstag der MZ. Die Photovoltaikflächen würden weiter landwirtschaftlich genutzt. Konkret sollen in den Anlagen mobile Biohühnerställe errichtet und die Eier regional vermarktet werden. „Wir wollen auf allen Ebenen regionale Kreislaufsysteme etablieren“, so von Reitzenstein. Zur geplanten Größe des Solarparks äußerte sich der Landwirt allerdings noch nicht: „Das hängt von der bevorstehenden Studie zur Raumverträglichkeit und dem Bedarf der Chemieindustrie ab.“

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