Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt: Haltet den Elch!

Halle/MZ. - Nicht das liebliche Thüringen hat ihn gelockt, Brandenburg, das er durchquert haben muss, hat ihn nicht zu halten vermocht. Unweit von Cobbelsdorf im Fläming zeigt er sich nun, am Rande der Autobahn, wie man hört. Schon regt sich Jagdinstinkt in Männerherzen, einen Bock schießt jeder mal - aber einen Elch! Wenn er denn wirklich einer ist. Denn der Elch als solcher ist ja im Grunde nur ein zu groß geratener Hirsch. Da muss man schon genau hinsehen. Endgültig klären lässt sich die Frage wohl erst, wenn der Bursche fotografiert worden ist. Oder von einem Lkw zur Strecke gebracht, aber daran wollen wir gar nicht ...

Von Andreas Montag

Nicht das liebliche Thüringen hat ihn gelockt, Brandenburg, das er durchquert haben muss, hat ihn nicht zu halten vermocht. Unweit von Cobbelsdorf im Fläming zeigt er sich nun, am Rande der Autobahn, wie man hört. Schon regt sich Jagdinstinkt in Männerherzen, einen Bock schießt jeder mal - aber einen Elch! Wenn er denn wirklich einer ist. Denn der Elch als solcher ist ja im Grunde nur ein zu groß geratener Hirsch. Da muss man schon genau hinsehen. Endgültig klären lässt sich die Frage wohl erst, wenn der Bursche fotografiert worden ist. Oder von einem Lkw zur Strecke gebracht, aber daran wollen wir gar nicht denken.

Schon einmal ist es so tragisch für einen Elch ausgegangen, 1975 war das, auch an der Autobahn, bei Vockerode. Wer weiß, vielleicht ist unser vierbeiniger Freund nun auf der Suche nach seinem geliebten Großvater. Im Disney-Film würde es so sein. Sicher ist hingegen nur, dass wir wenig wissen über den neuen Mitbürger. Aber das Wenige spricht für ihn: Er ist, wie alle Elche, ein tagaktiver Einzelgänger, also passt er perfekt zu uns im Lande der mürrischen Frühaufsteher.

Und er knabbert, anders als der bayerische Problembär Bruno, nicht Schafe, sondern Pflanzen. Sollten wir ihn deshalb nicht zum Wappentier des Landes erklären? Nur einen Namen braucht er noch. Karl-Heinz? Wolfgang? Jens? Was meinen Sie?