Heimatfest

Symbol für Identität - Krumpa weiht die Ortsfahne

01.09.2021, 08:40
Zur feierlichen Fahnenweihe in Krumpa wurden die alte (links) und die neue Ortsfahne (Mitte) sowie die Fahne des Schützenvereins präsentiert.
Zur feierlichen Fahnenweihe in Krumpa wurden die alte (links) und die neue Ortsfahne (Mitte) sowie die Fahne des Schützenvereins präsentiert. (Foto: Anke Losack)

Krumpa/MZ/los - Eine Fahnenweihe ist immer etwas Besonderes. Solch ein Ereignis wurde Einwohnern von Krumpa und Besuchern beim Heimatfest zuteil. Dort ist in einer feierlichen Zeremonie die neue Fahne mit Wappen ihrer Bestimmung übergeben worden.

Mit Musik und Applaus der Heimatfestbesucher marschierten drei Fahnenkommandos auf den Festplatz. Angeführt von Mitgliedern des Schützenvereins Krumpa mit dessen Fahne brachten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die alte und die neue Ortsfahne herbei. Letztere hatte Feuerwehrmann Carsten Börner fest im Griff. Doch die Fahne war noch zusammengerollt. Nach einer Festrede gab Braunsbedras Bürgermeister Steffen Schmitz (CDU) schließlich die Order an das Fahnenkommando: „Bitte entrollen.“ Anschließend verneigten sich die alte Ortsfahne und die des Schützenvereins, die zukünftig Patenfahne ist, vor der neuen Fahne. Ortsbürgermeister Sven Czekalla (CDU) las den Weihespruch: „In Gegenwart und Zukunft wollen wir nach Frieden streben und für unseren Ort das Beste geben.“ Dann unterzeichneten er, Steffen Schmitz sowie Gerhard Klein die Weiheurkunde.

„Die Menschen hier sind weiter Krumpaer“

Gerhard Klein, früherer Krumpaer, hatte 1987 ein Wappen für den Ort entwickelt. Vor einigen Monaten meldete er sich auf die MZ-Berichterstattung über die im Ortschaftsrat beschlossene Wiederverwendung des alten bis 2002 gültigen Wappens und kreierte sein altes Wappen im neuen Gewand. Die Firma Thomas Schwarzer aus Roßbach setzte den Entwurf des Wappens computertechnisch um und veranlasste auch die Herstellung einer Fahne, nachdem beides vom Ortschaftsrat befürwortet worden war.

Gerhard Klein erklärte den Festbesuchern das Wappen, welches die Geschichte des Ortes widerspiegelt: Die Ähren stehen für die Landwirtschaft, die Kirche für die lange Geschichte des Ortes, das Bergbau-Symbol bezieht sich auf die jahrhundertelange Bergbautradition, die zur Zeit der Entstehung des Wappens 1987 noch aktiv war. Auch werde Bezug genommen auf die chemische Industrie, die fast hundert Jahre den Ort Krumpa prägte. Die blaue Umrandung beziehe sich auf den Petschbach und den Geiseltalsee, die den Ort mehr oder weniger umschließen.

Ein eigenes Wappen und eine Fahne zu haben, sei eine Frage der Identität eines Ortes, sagte Bürgermeister Schmitz in seiner Festrede. Die Gemeinde Krumpa gehöre zwar zur Verwaltung der Stadt Braunsbedra, „aber die Menschen hier sind weiter Krumpaer“. Das Wappen und die Fahne sollen dies auch aussagen, so Schmitz weiter.