Damit Pakete pünktlich ankommen

Für doppelte Straßennamen in Braunsbedra werden neue Ideen gesucht

Von Diana Dünschel 15.10.2021, 09:30 • Aktualisiert: 15.10.2021, 09:39
Geiseltalsee Marina Braunsebdra
Geiseltalsee Marina Braunsebdra (Foto: Sieler)

Braunsbedra/MZ - Im Dezember 2020 hatte der Stadtrat Braunsbedra den Grundsatzbeschluss gefasst, doppelte und mehrfache Straßennamen in der Kernstadt und den Ortsteilen auf Grund der immer wieder auftretenden Beschwerden von Anliegern bezüglich der Postzustellungen, Lieferdienste und Dienstleister abzuschaffen. Ab sofort steht das Thema wieder auf der Tagesordnung.

Frankleben soll allerdings außen vor bleiben. Das schlug Ordnungsamtsleiterin Marion Eckner Mittwoch im Ordnungsausschuss vor, und das ist auch der Wille von Ortsbürgermeister Günter Küster (parteilos). Grund für diese Besonderheit ist, dass Frankleben als einziger Ortsteil eine andere Postleitzahl hat und es deshalb fast nie zu einer falschen Paketzustellung oder sonstigen Verwechslungen kommt. Würde man jetzt die Änderung der Postleitzahl anstreben, wären alle Franklebener davon betroffen, ihre Dokumente ändern zu lassen. Das ist nicht gewollt.

25 Straßen mit doppeltem oder mehrfachen Namen

Im übrigen Stadtgebiet sind 25 Straßen mit doppeltem oder mehrfachen Namen erfasst. Bahnhofstraße, Naumburger Straße oder Hauptstraße sind bei der Namensgebung zum Beispiel sehr beliebt gewesen. Neu benannt werden soll nun jene Straße oder Straßen, in denen jeweils die wenigsten Anwohner leben. In den nächsten Ortschaftsratssitzungen sollen Vorschläge für neue Straßennamen auf den Tisch. In seiner Dezembersitzung soll der Stadtrat dann endgültig darüber entscheiden.

In der Diskussion dazu im Ordnungsausschuss kam die Frage auf, wer denn für Braunsbedra entscheiden soll, wo es keinen eigenen Ortschaftsrat gibt. Vorgeschlagen wurde, das Amtsblatt „Geiseltalbote“ zu einer Befragung der Einwohner zu nutzen. Das fand die Zustimmung aller Anwesenden. Marion Eckner hatte zuvor noch einmal klargestellt, dass auf die betroffenen Bürger kaum Kosten zukommen. Die spätere Änderung von Dokumenten erfolge bei den meisten Ämtern ohne Gebühr.