Erhöhte Radon-Werte im Keller

Radonmessung im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra

Helbra - Radonmessung im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra

Von Daniela Kainz

Nach Kontrollmessungen zur gesundheitsgefährdenden Radonbelastung im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra bereitet Bürgermeister Norbert Born (SPD) einen Vorschlag für den Gemeinderat vor. So sollen die Büros im Keller freigezogen und in Zukunft nur noch als Lager und Archiv genutzt werden. Born: „Wir könnten das bestehende Trauzimmer in Büroräume mit acht bis zehn Arbeitsplätzen umwandeln. Damit wäre das Problem für die Mitarbeiter gelöst.“ 

Der Hintergrund: Nach einer Kurzzeitmessung mit erhöhten Werten vor allem im Kellerbereich des Gebäudes war in einer Sieben-Tage-Messung erneut die Radoninnenraumkonzentration untersucht worden. Ein Fachlabor aus Radeberg (Sachsen) hatte nach der Auswertung der Daten in einem radiologischen Gutachten  Maßnahmen zur Reduzierung der Radonbelastung in den Innenräumen empfohlen, die der Bürgermeister in einem Gespräch noch näher erörtern möchte.

Vermutlich keine Sanierung des Kellerbereiches in Helbra

Bauliche Veränderungen wie die Sanierung des Kellerbereiches mit Ausschachtungen seien mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. „Das würde aus meiner Erfahrung sicherlich um das Zehnfache teurer als der Umzug der Büros werden“, meint der Bürgermeister. Nach seinen Vorstellungen könnten die neuen Räumlichkeiten nach der Sommerpause - im dritten Quartal - bezogen werden. Bereits nach der ersten Kontrollmessung waren besonders gefährdete Mitarbeiter, die ihre Räume im Kellerbereich des Hauses haben, umgesetzt worden. Noch besetzte Büros sollen bis zum Umzug jetzt vor allem verstärkt gelüftet werden.  

Insgesamt hatte es für die Untersuchungen 23 Messpunkte im Verwaltungsgebäude in Helbra gegeben, davon zwei im Erdgeschoss und die restlichen 21 Messpunkte in der unteren Etage im Kellerbereich. (mz)