Bewertung von Regionen

Mansfeld-Südharz: „IW-Regionalranking“ Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft

Sangerhausen/Eisleben/Hettstedt - Mansfeld-Südharz: „IW-Regionalranking“ Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft

Von Felix Fahnert

In einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft hat der Landkreis Mansfeld-Südharz bei den ländlichen Regionen deutschlandweit den letzten Platz belegt. Beim so genannten „IW-Regionalranking“ kommt der Kreis auf Platz 383 - und ist damit der letzte der als ländliche Regionen geltenden Kreise.

Insgesamt wurden in der Studie alle 401 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland bewertet - und zwar nach verschiedenen Kategorien, etwa Wirtschaft, Arbeitsmarkt oder Lebensqualität. Insgesamt wurden 146 der 401 Kreise und kreisfreien Städte wegen der geringen Einwohnerdichte als ländliche Regionen eingestuft.

Studie „IW-Regionalranking“: Mansfeld-Südharz auf Platz 383

„Wenn die Einwohnerdichte in einem Kreis unter 139 Einwohner je Quadratkilometer liegt, gilt der Kreis als ländlich“, heißt es in der Studie. Von den 146 ländlichen Regionen schneidet der Landkreis Mansfeld-Südharz mit Platz 383 am schlechtesten ab - dahinter folgen nur noch städtische Regionen.

Für den Vergleich wurde anhand der Kriterien des Instituts ein Punktwert ermittelt, der für Mansfeld-Südharz bei 46,1 liegt. Auffällig ist, dass unter den zehn schwächsten ländlichen Regionen bis auf Goslar und Holzminden (beide Niedersachsen) alle in Ostdeutschland liegen. Mansfeld-Südharz befindet sich dabei in Gesellschaft von Kreisen in unmittelbarer geografischer Nähe: So belegt der Salzlandkreis (46,2 Punkte) den vorletzten Platz, der Kyffhäuserkreis ist Drittletzter (46,5). Davor liegen die Kreise Stendal (46,6), Anhalt-Bitterfeld (46,8) und Nordhausen (47,1).

Potenzial ländlicher Räume

Die stärkste ländliche Region ist laut Studie der Kreis Dahme-Spreewald in Brandenburg (54,9) vor den Kreisen Biberach (54,1; Baden-Württemberg) und Eichstätt (Bayern; 54,0). Im Bereich Wirtschaft liegt Mansfeld-Südharz insgesamt auf Rand 394 - von 401.

Die ländlichen Regionen in Ostdeutschland stehen dabei nach Angaben der Forscher im Kontrast zu den ostdeutschen Städten - die nämlich zeigten eine gute Entwicklung und würden sich dem westdeutschen Niveau angleichen. Die Studie betont dabei das enorme Potenzial von ländlichen Regionen. „Erfolgreiche ländliche Räume lindern den Druck auf die Metropolen und bieten wichtige Ausgleichsräume.“

Das „IW-Regionalranking“ stammt von den Forschern Vanessa Hünnemeyer und Hanno Kempermann und wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaft veröffentlicht. (mz)