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Eintracht Lüttchendorf gegen SSC Weißenfels: Ein bisschen mehr war drin

Eintracht Lüttchendorf hält im Testspiel gegen den Verbandsligisten SSC Weißenfels sehr gut mit. Was sich beim Landesligisten noch verbessern muss.

Von Ralf Kandel
Lüttchendorfs Torhüter Pascal Leßmann zeigte im Testspiel gegen Weißenfels eine gute Leistung.
Lüttchendorfs Torhüter Pascal Leßmann zeigte im Testspiel gegen Weißenfels eine gute Leistung. ( Foto: Ralf Kandel)

Lüttchendorf/MZ - Auf den ersten Sieg seiner Mannschaft muss Matthias Michler weiter warten. Das erste Tor des Teams hat der neue Trainer von Eintracht Lüttchendorf aber immerhin schon gesehen. Es fiel am Mittwochabend im Testspiel zwischen der Landesliga-Vertretung aus Lüttchendorf und dem Verbandsligisten SSC Weißenfels. Daran, dass es nicht mehr Tore für die Eintracht wurden, die Gastgeber schließlich 1:2 verloren, und so eine couragierte Leistung ohne den verdienten Lohn blieb, waren sie selbst schuld.

Lüttchendorf vergibt gute Chancen

Der Reihe nach. Beide Mannschaften nahmen die Partie vor gut 70 zahlenden Zuschauern nicht in Bestbesetzung in Angriff. Von Anfang an entwickelte sich dennoch ein munteres Spielchen, in dem die Lüttchendorfer von Beginn an gut dagegen hielten. Im Gegensatz zur vorangegangenen Testspielpartie gegen den BSV Halle-Ammendorf (0:4), in der die Eintracht nach 20 Minuten schon 0:3 zurücklag, stand diesmal der Abwehrverbund um Neuzugang Martin Fiebiger ziemlich sicher. Die Weißenfelser hatten es schwer, konstruktive Angriffe aufzubauen.

Die besseren Tormöglichkeiten in den ersten 45 Minuten hatten sogar die Gastgeber. Schon nach acht Minuten war der Führungstreffer eigentlich fällig, doch Matthias Müller brachte es fertig, den Ball aus gut zwei, drei Metern nicht im Tor unterzubringen. Er jagte die Kugel in den Abendhimmel. Auch weitere gute Möglichkeiten, fast alle eingeleitet vom rührigen Patrick Neigenfink, blieben ungenutzt. So hieß es nach 45 Minuten noch 0:0.

Nach dem Wiederanpfiff des guten Schiedsrichters Jens Rosenbaum und einigen Wechseln erspielten sich nun auch die Weißenfelser gute Tormöglichkeiten. Sie profitierten dabei allerdings auch von den nun doch auftauchenden Konzentrations- und Abwehrschwächen der Eintracht. So nach einer Stunde, als David Gros urplötzlich allein auf das Tor der Eintracht zusteuerte, aber am sehr gut reagierenden Lüttchendorfer Schlussmann Pascal Leßmann scheiterte. Nach einer Stunde und einem heillosen Tohuwabohu in der Eintracht-Abwehr war das erste Tor des Verbandsligisten dann aber doch fällig. Valentin Sauter jagte die Kugel zum 1:0 ins lange Eck.

SSC Weißenfels erspielt sich gut Tormöglichkeiten

Nur kurze Zeit später schlugen die Lüttchendorfer aber zurück. Für das erste Tor unter dem neuen Trainer war der Mannschaftskapitän Stephan Neigenfink höchstpersönlich zuständig. Nachdem er nach einem Zuspiel von Patrick Selle erst am Weißenfelser Schlussmann scheiterte, drückt Neigenfink dann den Abpraller resolut zum Ausgleich über die Torlinie. Gespielt waren da 71 Minuten, kurz darauf verließ Martin Fiebiger mit Oberschenkelproblemen das Feld.

Zehn Minuten vor Ultimo fiel dann der kaum mehr erwartete Siegtreffer für den Gast aus Weißenfels. Wieder war es Sauter, der traf. Diesmal souverän vom Elfmeterpunkt. Wieder ging dem Tor eine Schlafeinlage der Lüttchendorfer, die den Ball nicht resolut genug aus der Gefahrenzone beförderten, zuvor.

So blieb die deutliche Leistungssteigerung der Eintracht gegenüber der Partie gegen Halle-Ammendorf unbelohnt. Dennoch war Trainer Matthias Michler zufrieden: „Wir haben über weite Strecken ein richtig gutes Spiel geliefert und uns viele Chancen erarbeitet. Eigentlich hätten wir das Spiel gewinnen müssen“, so sein Fazit.