Handwerker feiert Jubiläum

Tischler Guido Krause aus Stecklenberg stattet auch Wohnmobile aus: Betrieb wurde vor 20 Jahren gegründet

Stecklenberg - Guido Krause blickt zurück - und stellt fest, dass er zu dem Zeitpunkt, als er sein Gewerbe anmeldete, der jüngste selbstständige Meister im Landkreis war. „27 Jahre war ich damals alt“, sagt er. Mit dem Meisterbrief in der Tasche, den er im Mai 1999 erworben hatte, baute Krause bis Oktober desselben Jahres die ehemalige Gaststätte in Stecklenberg zur Werkstatt um und fing an zu arbeiten.

Von Benjamin Richter

Unzählige Male hat Guido Krause die Seitentür des Kastenwagens in den zurückliegenden Monaten aufgeschoben und den Innenraum betreten. Jetzt tut er es noch einmal und zeigt, was er und seine Mitarbeiter in einem halben Jahr geschaffen haben:

Der Wagen ist mit Sitzen, Staufächern, Steckdosen, Toilettenkabine und Holzvertäfelung im geräumigen Kofferraum komplett als Reisemobil ausgestattet. „Als er bei uns ankam, war er leer“, berichtet der Stecklenberger.

Bis auf die Sitzpolster ist er vollständig in Krauses Tischlerei im Stecklenberger Wurmtal eingerichtet worden. „Es war unser bislang umfangreichstes Projekt“, betont Krause und ergänzt, dass der Ausbau von Wohnmobilen für den Betrieb nichts Neues sei. In diesem Herbst besteht die Tischlerei seit 20 Jahren.

Tischlerei Krause in Stecklenberg besteht seit 20 Jahren

Guido Krause blickt zurück - und stellt fest, dass er zu dem Zeitpunkt, als er sein Gewerbe anmeldete, der jüngste selbstständige Meister im Landkreis war. „27 Jahre war ich damals alt“, sagt er. Mit dem Meisterbrief in der Tasche, den er im Mai 1999 erworben hatte, baute Krause bis Oktober desselben Jahres eine ehemalige Gaststätte zur Werkstatt um und fing an zu arbeiten.

Bevor er einen weiteren Mitarbeiter einstellte, schmiss er den Laden die ersten eineinhalb Jahre allein. Dann wuchs der Betrieb allmählich, Stück für Stück.

Gemeinsam mit einem Cousin baute sich Krause ab 2010 ein zweites Standbein auf: Er reparierte und vermietete Wohnwagen. „Damals war der Cousin im Studium“, legt der Tischler dar. Nach dem Abschluss 2014 habe sein Geschäftspartner sich jedoch entschieden, eine Stelle bei einer Prüfgesellschaft anzutreten.

„Das hätte zu Interessenkonflikten geführt“, erklärt Krause, warum er das Caravan-Geschäft danach allein weiterführte. Die Vermietung war für ihn damit nicht mehr zu stemmen - seit 2015 baut er die Wohnwagen deshalb nur noch aus und repariert sie.

Für das Kerngeschäft, die Tischlerei, wurde die Werkstatt im Jahr 2012 zu klein - deshalb kaufte Guido Krause das Gebäude daneben und zog mit seinem Betrieb dorthin um. Auch die Aufnahme von Verpackungskisten in das Firmenportfolio im Jahr 2009 hatte daran ihren Anteil.

In der Tischlerei Krause in Stecklenberg werden auch Tore, Carports und Treppen gebaut

Von dem Stecklenberger Unternehmen bekommen Kunden unter anderem auch Tore, Terrassenüberbauten und Carports sowie Treppen, die Guido Krause besonders gern anfertigt. „Es ist anspruchsvoll, aber macht auch viel Spaß.“ Auch an größere Projekte, wie den Umbau des Stecklenberger Kindergartens, hat sich der Betrieb mit seinen heute vier Mitarbeitern schon herangewagt. An seinem Beruf gefällt dem 47-Jährigen am meisten, dass er sich darin selbst verwirklichen kann.

Gelegenheit dazu bietet sich ihm genug, denn gegen Ende des Jahres soll schon der nächste Kastenwagen ein neues Inneres bekommen. Seinen Urlaub verbringt Guido Krause übrigens gern in und mit dem Ausstellungsfahrzeug seiner Tischlerei.

Mit dem Reisemobil war er in diesem Jahr in Polen und Litauen unterwegs, in den Vorjahren zog es ihn öfter nach Italien. Darüber hinaus geht der Stecklenberger in seiner Freizeit auch gern wandern. (mz)