SV Stahl Thale

SV Stahl Thale: Hinrunde fast beendet - Zeit Bilanz zu ziehen

Thale - SV Stahl Thale: Stahl Thale ist nach dem Umbruch mit der Hinrunde zufrieden.

Von Oliver Hille 30.12.2016, 22:18

Die Landesligakicker vom SV Stahl Thale haben die Hinrunde in der Landesliga bis auf ein Nachholspiel beendet. Nach zwei sehr guten Endplatzierungen als Vierter und Fünfter in der Spitzengruppe in der Landesliga Nord in den Vorjahren kam es im Sommer zu einem großen personellen Umbruch. Durch zehn Spielerabgänge zu anderen Vereinen standen Trainerteam und Abteilungsleitung vor einer Mammutaufgabe.

Während es im Umkreis bei anderen Vereinen mit ähnlichem Schicksal Vereinsauflösungen, Abgänge von Trainern und Verantwortlichen bis hin zum freiwilligen Abstieg kam, gaben sich die Thalenser kämpferisch. „So galt es für die sportliche Leitung, innerhalb kürzester Zeit aus den verbliebenen zehn Spielern, vier verheißungsvollen Nachwuchsspielern und fünf Neuzugängen ein landesligataugliches Team zu formen. Doch die Findungs- und Einspielphase bedarf Zeit.

So holte Stahl aus den ersten fünf Ligaspielen lediglich vier Punkte und musste drei Niederlagen hinnehmen, was Platz zwölf und einen Punkt Abstand zu den Abstiegsplätzen bedeutete. Doch das Trainerteam und die Spieler beschworen immer wieder den Zusammenhalt und Charakter des Teams, und sie schafften die Wende: Die Stahlwerker legten eine Serie von sechs ungeschlagenen Spielen am Stück mit vier Siegen sowie zwei Unentschieden hin und kletterten auf Platz sieben mit nur zwei Punkten Rückstand zur Spitzengruppe. In den letzten drei Spielen ging zum Ende hin auch personell bedingt die Luft aus. So steht aktuell Platz neun und ein gesicherter Mittelfeldplatz zu Buche. Im heimischen Sportpark ist Stahl seit dieser Saison noch immer ungeschlagen.

Trainer Ingo Vandreike: „Ich erkenne einen positiven Trend. Spielerisch sehe ich uns sogar noch stärker als in der letzten Saison.“

Trainer Ingo Vandreike ist mit der Hinrunde mehr als zufrieden. „Zu Beginn hatten wir nach den vielen Abgängen so unsere Probleme, haben uns aber dann als Mannschaft gefunden und gesteigert. Besonders gefallen hat mir unsere Serie zu Hause, wo wir noch immer ungeschlagen sind.“ Weniger gefallen haben ihm die gelben Karten und Platzverweise durch Meckern, aber das hätten seine Jungs nach Aussprache in den Griff bekommen. Sein persönliches Highlight war der Auswärtssieg in Förderstedt und auch das Spiel in Ilsenburg. „Für die Rückrunde wünsche ich mir, dass wir unsere Fehler abstellen und noch mal mindestens genauso viele Punkte holen. Viel wichtiger ist mir aber, dass wir uns taktisch und spielerisch noch weiter entwickeln, vor allem unsere jungen Spieler.“

Kapitän Florian Köhler bewertet die Hinrunde ebenfalls positiv. „Wir haben in Anbetracht der Vielzahl an Abgängen eine anständige Hinrunde gespielt. Ich erkenne einen positiven Trend. Spielerisch sehe ich uns sogar noch stärker als in der letzten Saison.“ Besonders gut hat ihm der Zusammenhalt und Charakter des Teams gefallen. Bester Beweis war das häufige Egalisieren von Rückständen, wobei mindestens ein Punkt erkämpft wurde.

Negativ war für ihn die Tatsache, dass zu oft verpasst wurde, bereits in der ersten Halbzeit Druck auszuüben. „Daran müssen wir arbeiten, um bereits gleich zu Beginn voll da zu sein, denn dann wäre das Punktekonto bereits prall gefüllt.“ Höhepunkte für ihn waren der Derbysieg gegen Wernigerode und seine drei Tore beim 6:1-Kantersieg gegen Halberstadt II, wobei ihn noch die Chancenverwertung ärgert, da deutlich mehr drin war. „Da hätten wir bis zum Schluss weiter voll durchziehen müssen, waren aber zu früh zufrieden.“

Sein Ziel für die Rückrunde ist es immer, mehr Punkte als in der Hinrunde einzufahren. „Zudem müssen wir auswärts anders auftreten. Wenn das gelingt, hat er weiter Ambitionen: „Ich möchte mit Stahl unbedingt am Saisonende unter den ersten vier Mannschaften stehen. Das ist noch immer realistisch, da wir lediglich nur in zwei Spielen deutlich unterlegen waren, ansonsten waren wir immer in der Lage, den Rest zu schlagen. Das Potential für mehr ist definitiv da.“ Zum Abschluss hoffte er zu allen Hallenturnieren auf größtmögliche Unterstützung der Thalenser Zuschauer, um gemeinsam maximale Erfolge auf dem Hallenparkett einzufahren. (mz)