Quedlinburger SV

Quedlinburger SV: Zwei Rote Karten, Fehlschuss bei Elfer

Quedlinburg - Warum Quedlinburger nur zum Remis gegen Schlusslicht kommt.

Der Quedlinburger SV tut sich in der Landesklasse 3 weiter schwer, zeigt aber dennoch Moral. Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Darlingerode-Drübeck gelang den Bodestädtern noch ein 3:3 nach einem 0:3-Halbzeitstand. Es wäre am siebten Spieltag aber deutlich mehr drin gewesen, da Lucas Heise in der neunminütigen Nachspielzeit einen Foulelfmeter nicht im Tor unterbrachte.

„Lucas ist normalerweise der perfekte Elfmeterschütze bei uns. Klar hat er gegen Wulferstedt auch einen verschossen. Ob das noch in seinem Hinterkopf war? Da müssen wir bei einem Bierchen noch mal darüber reden“, so Einwechsler Nico Stertz.

„Keine Ahnung, was der Trainer Sven Gabriel in der Kabine gesagt hat“

Aber der Reihe nach. Stertz und Kollegen wurden in der erste Halbzeit eiskalt erwischt. Bereits in der ersten Minute schlug der Ball im Tor hinter Keeper Martin Werner ein und wenige Minuten später wieder. „Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen. Beide ersten Gegentore sind echt ärgerlich. Das Team ist nicht in die Zweikämpfe hineingekommen. Die zweite Halbzeit lief wiederum ganz anders. Keine Ahnung, was der Trainer Sven Gabriel in der Kabine gesagt hat“, blickt der 22-Jährige auf einen Teil der Partie zurück und fügt hinzu: „Wahrscheinlich ist der Schalter in der Kabine mal direkt umgelegt worden.

In der zweiten Halbzeit wurde es hitzig und blutig

Der Trainer kam schon nach fünf Minuten wieder raus. Jeder ist noch mal in sich gekehrt und hat gedacht, wie gut wir trainieren und dass wir das auf dem Platz zeigen müssen.“ Und das taten die QSVer dann auch: Lucas Heise sorgte in der 56. Minute mit einem Schuss aus kurzer Distanz für das 1:3. Im Laufe der zweiten Halbzeit wurde es hitzig und blutig. Im wahrsten Sinne des Wortes. So mussten Pascal-Justin Deiters und Steven Pflug vorzeitig mit Rot vom Feld.

Letzterer glich zuvor noch zum 3:3 nach einer Ecke aus. „Da bin ich ganz ehrlich und nehme meine Kollegen nicht in Schutz, das war einfach nur Dummheit“, kritisiert Stertz die Aktionen zu den Feldverweisen und teilt aber nicht nur aus, sondern lobt auch die Teamleistung: „Im ersten Spiel gegen Winningen hat man gesehen, dass wir eine Mannschaft waren. Das sah man heute in der zweiten Halbzeit auch. Es dauert nur leider noch zu lange.“

Dezimiert geht es nach Schlanstedt

Die Chancen zum Sieg waren da und die lange Nachspielzeit aufgrund der Kopfverletzung des Gästekeepers Patrick Schimkat spielte dem QSV trotz doppelter Unterzahl in die Karten. Die beste Chance zum Sieg vergab Heise vom Punkt. Schimkat, mit Dieter-Hoeneß-Gedächtnis-Turban, hielt den Ball und somit den Punkt fest. So trennten sich die Teams zumindest vom Ergebnis her schiedlich-friedlich. Am achten Spieltag fahren die Quedlinburger dann dezimiert zu Olympia Schlanstedt. Denn die beiden Rotsünder haben am kommenden Samstag in jedem Fall Pause. (mz/tb)