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Museum Barberini in Potsdam Niemand hat je ein Einhorn gesehen

Und trotzdem existiert eine Vorstellung von ihm. Das Barberini in Potsdam zeigt eine Ausstellung mit 150 höchst unterschiedlichen Darstellungen des Fabelwesens.

Von Anja Falgowski Aktualisiert: 07.01.2026, 11:51
Orpheus inmitten wilder Tiere, nach Tizian (Ausschnitt)
Orpheus inmitten wilder Tiere, nach Tizian (Ausschnitt) (Foto: Museo Nacional del Prado)

Potsdam/MZ - Noch niemand hat je ein Einhorn gesehen, aber jeder kann sich eines vorstellen. Folgerichtig existieren Filme, Bücher, Logos mit seiner Darstellung, Plastiken aller Größen und Materialien. Dargestellt freilich auf sehr unterschiedliche Weise: mal sanft und scheinbar edelmütig, mal herrisch und aggressiv. Seinen Ursprung hat die Jahrtausende alte Erzählung über das Fabeltier in Indien, von wo aus sie sich nach China über Persien und Ägypten nach Europa verbreitete. Den Weg zeichnet das Museum Barberini in Potsdam in der Ausstellung „Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst“ nach und zeigt anhand von 150 Werken – darunter Gemälde, Zeichnungen, Plastiken, Videos und Tapisserien – die Vielfalt seiner Darstellung.