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Sabine von Oettingen Keine großen Aufträge mehr!

Die Künstlerin Sabine von Oettingen entwirft Kostüme, Bühnenbilder, Mode – nun will sie damit aufhören. Eine Ausstellung im Literaturhaus Halle zeigt ihre Arbeiten.

Von Anja Falgowski Aktualisiert: 20.01.2026, 12:34
Sabine von Oettingen mit Puppe – ihrem Alter Ego – in ihrer Werkschau im Literaturhaus in Halle
Sabine von Oettingen mit Puppe – ihrem Alter Ego – in ihrer Werkschau im Literaturhaus in Halle Fotos (2): STeffen Schellhorn

Halle/MZ - Mit dem Garn, das Sabine von Oettingen vernäht hat, ließe sich ganz Deutschland einmal umwickeln, und es bliebe sogar noch etwas übrig: mehr als viereinhalb Millionen Meter sind es. Vernäht in 8.700 Arbeitstagen. Die Zahlen hat ihr Sohn, Lehrer für Kunst und Physik, ausgerechnet. Ein mit Stoffen, Garnen, vor allem aber mit unendlich vielen Ideen ausgefülltes Leben. Und damit soll jetzt Schluss sein. Es sei ihr ernst, sagt die 64-Jährige, sie höre auf. Sie wolle keine Verantwortung mehr übernehmen, keinen Stress mehr haben, sich stattdessen Zeit für den Mann und die Enkel nehmen. Und reisen. Zur Zeit aber ist sie fast täglich im Literaturhaus Halle präsent, wo in der Ausstellung „Die tapfere Schneiderin & Co“ zahlreiche ihrer Arbeiten zu sehen und zu befühlen sind.