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Hochwasserhilfe Hochwasserhilfe: Caritas zahlte 13,2 Millionen Euro Spenden an Flutopfer

08.09.2004, 11:18

Magdeburg/dpa. - Die Caritas hat Spenden in Höhe von 13,2Millionen Euro an Opfer der Jahrhundertflut 2002 in Sachsen-Anhaltausgezahlt. Mit Hilfe des Geldes seien in 4691 Fällen Flutschäden an Elbe und Mulde beseitigt worden, bilanzierte der Caritasdirektor imBistum Magdeburg, Franz Jorgol, am Mittwoch. Derzeit lägen noch 28Hilfsanträge für eine Summe von 240 000 Euro vor. Bis Ende des Jahressei das Hilfsprogramm abgeschlossen.

Für viele Flutopfer sei die Katastrophe auch heute nochbestimmend, sagte Jorgol. Sie hätten mit psychologischen Problemenoder Schulden zu kämpfen. Die Scheidungsrate sei in den Flutgebietenhöher als anderswo. «Nach wie vor spielt die soziale Beratung einegroße Rolle innerhalb unserer Fluthilfe», sagte Jorgol. «Die Caritasist an vielen Orten die einzige Organisation, die die Flutopfer beimWiederaufbau noch begleitet.»

Die Caritas-Spenden wurden laut Jorgol unter anderem zurBeschaffung neuer Möbel, zur Instandsetzung von Heizungen oder zumWiederaufbau von Häusern verwendet. Gezahlt wurden zudem Miet- oderEnergiebeihilfen, auch einige kleine Gewerbebetriebe erhieltenUnterstützung.

Die Schäden durch die Hochwasserkatastrophe waren in Sachsen-Anhalt immens. Allein 245 Millionen Euro staatlicher Mittel flossenzur Schadensbeseitigung an Gebäuden und Straßen. Für 220 MillionenEuro wurden mehr als 200 Kilometer Deiche erneuert. Wegen derWassermassen hatten im August 2002 rund 60 000 Menschen vorübergehendihre Wohnungen, Häuser und Agrarbetriebe verlassen müssen. Todesopferwie in Sachsen gab es in Sachsen-Anhalt nicht.