Bus- und Bahnticket

Weshalb die Preise im Nahverkehr im Burgenlandkreis bald teils spürbar sinken könnten

Busse der PVG
Busse der PVG (Foto: René Weimer)

Weißenfels/MZ/mit - Bus- und Bahnkunden im Burgenlandkreis können mit teilweise drastisch sinkenden Preisen rechnen. Der Kreisausschuss hat sich in seiner letzten Sitzung für eine Verringerung der Tarifzonen des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) im Kreisgebiet ausgesprochen. Das teilte SPD-Kreistagsfraktionschef Rüdiger Erben mit. Statt derzeit 13 sollen es noch sieben Zonen sein, was die Ticketpreise spürbar verringern würde. Der Ausschuss empfiehlt dem Kreistag, eine Tarifzonenreform zu beschließen, so Erben. Das grüne Licht beim MDV sei dann nur noch Formsache.

Laut einer Übersicht würden sich auf 15 von 21 Nahverkehrsverbindungen im Burgenlandkreis die Preise für Einzel- und Mehrfahrten sowie für Tages-, Wochen-, Monats- und Abotickets deutlich verringern. Auf sechs Verbindungen gäbe es keine Verringerung der Tarifzonen, die Preise blieben dort ebenfalls gleich. So würden Bus- und Bahnkunden auf der Verbindung Weißenfels-Zeitz statt bisher fünf Zonen mit einem Einzelticket für acht Euro nur noch drei Zonen zu einem Einzelticketpreis von 5,10 Euro durchfahren. Ähnlich auf der Verbindung Zeitz-Naumburg: Aus fünf Tarifzonen (Einzelticket: acht Euro) werden zwei Zonen (3,60 Euro). Eine Einzelticketfahrt von Weißenfels nach Großkorbetha kostet demnach statt bisher 3,60 Euro dann nur noch zwei Euro - die Zahl der Tarifzonen sinkt von zwei auf eine. Bei den Verbindungen Weißenfels-Lützen, Weißenfels-Hohenmölsen, Weißenfels-Naumburg, Hohenmölsen-Zeitz, Teuchern-Zeitz sowie Naumburg-Freyburg sollen die Zahl der Zonen und die Preise indes gleichbleiben.

Laut Erben geht diese mögliche Neuregelung, die spätestens 2023 greifen solle, auf einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion zurück. „Aktuell ist im Burgenlandkreis Bahn- und Busfahren noch immer deutlich teurer als in anderen Mitgliedskommunen des MDV“, so Erben. „Unsere Beharrlichkeit zahlt sich jetzt aus. Vor allem zahlt es sich für viele Bus- und Bahnkunden im Burgenlandkreis ganz konkret aus.“ Allerdings müssten Landkreis und Land den Verkehrsbetrieben die mit den geringeren Ticketpreisen verbundenen Verluste ausgleichen: Laut Erben könnten dies jährlich bis zu insgesamt 660.000 Euro sein.