Schnelles Internet

Schnelles Internet: 10 Millionen Euro fließen in den Burgenlandkreis

Weissenfels - Mit einigen Monaten Verspätung kann jetzt der Ausbau schneller Internetverbindungen im Burgenlandkreis beginnen. Am Donnerstag bekommt Landrat Götz Ulrich (CDU) von Landes-Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) einen Fördermittelbescheid über zehn Millionen Euro ...

14.06.2017, 07:11
Deutlich mehr Haushalte sollen einen schnellen Internetzugang bekommen.
Deutlich mehr Haushalte sollen einen schnellen Internetzugang bekommen. imago stock&people

Mit einigen Monaten Verspätung kann jetzt der Ausbau schneller Internetverbindungen im Burgenlandkreis beginnen. Am Donnerstag bekommt Landrat Götz Ulrich (CDU) von Landes-Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) einen Fördermittelbescheid über zehn Millionen Euro überreicht.

Bei dem Geld handelt es sich um Landesmittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Zuteilung des Geldes hatte sich verzögert, weil Fördermittelanträge überarbeitet und zusätzliche Gutachten angefertigt werden mussten.

Zu wenig Bewerber auf die Ausschreibung für den Ausbau

Der Grund dafür war, dass es auf die Ausschreibung für den Ausbau zu wenige Bewerber gab. Daraufhin forderte dass Land ein unabhängiges Gutachten. Das sollte beurteilen, ob die finanziellen Forderungen der Unternehmen angemessen sind.

Der Breitbandausbau auf einen Mindeststandard von 50 Megabit pro Sekunde für den ländlichen Raum ist wegen der geringen Anzahl von Anschlüssen in den Dörfern für Unternehmen nicht gewinnbringend. Deshalb soll die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke mit Fördermitteln geschlossen werden.

Investitionen von 20 Millionen Euro vorgesehen

Mit der Übergabe des Bescheides gelingt das jetzt für einen ersten Teil. Denn insgesamt sind Investitionen von 20 Millionen Euro vorgesehen. Zwei Millionen Euro steuert der Landkreis als Eigenmittel bei. Ursprünglich sollten Kreis und Kommunen den Eigenanteil teilen. Nach verschiedenen Beratungen ist man übereingekommen, dass der Kreis die gesamte Summe aufbringt.

Der Ausbaubeginn war schon für den März vorgesehen. Wegen des zusätzlichen bürokratischen Aufwands musste der Start verschoben werden, obwohl die Bauarbeiten schon an Firmen vergeben worden waren. (mz/ze)