Künstlerkeller Freyburg

Künstlerkeller Freyburg: Blaue Begegnung in der Natur

Freyburg - Der Veranstaltungsraum zur Vernissage im Hotel „Zum Künstlerkeller“ in Freyburg ist gut gefüllt. Zahlreiche Kunstliebhaber, Hobbymaler und persönliche Gäste, so auch ehemalige Schulfreunde aus Weißenfels, sind zur Eröffnung der Bilderausstellung von Elke Maes gekommen. Genau 37 Kunstwerke in verschiedenen Formaten sind noch bis zum 15. Mai unter dem Titel „Begegnungen“ zu sehen und verleihen der Galerie eine besondere ...

Von Gudrun Schröder 07.05.2018, 07:07

Der Veranstaltungsraum zur Vernissage im Hotel „Zum Künstlerkeller“ in Freyburg ist gut gefüllt. Zahlreiche Kunstliebhaber, Hobbymaler und persönliche Gäste, so auch ehemalige Schulfreunde aus Weißenfels, sind zur Eröffnung der Bilderausstellung von Elke Maes gekommen. Genau 37 Kunstwerke in verschiedenen Formaten sind noch bis zum 15. Mai unter dem Titel „Begegnungen“ zu sehen und verleihen der Galerie eine besondere Atmosphäre.

Die Malerin, die in Berlin-Gatow und in Ahrenshoop lebt, zeigt Arbeiten aus ihrer Schaffensperiode der letzten zwölf Jahre. Taufrische Werke hängen neben anderen, die bereits 2006 entstanden sind. Dabei folgt die Künstlerin vielseitig in unterschiedlichen Techniken ihren Eingebungen. Es sind die Landschaften, die es der promovierten Pädagogin angetan haben. Die Begegnungen mit der Natur werden von ihr mit künstlerischen Mitteln ins rechte Licht gesetzt.

Die Inhaberin des „Künstlerkellers“, Sabine Kannetzky, freut sich über die große Resonanz zur Ausstellung. Frau Maes war im vorigen Jahr in ihrem Hotel zu Gast, und so sei der Kontakt zustandegekommen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Lebensgefährten der Malerin, dem aus Uruguay stammenden Gitarristen Juan Carlos Mieres. Nach der Begrüßung durch Frau Kannetzky stellt sich Elke Maes und ihre Malerei selbst vor. Die 75-Jährige wuchs in Weißenfels auf, ging hier zur Schule und wurde bereits in ihrer Kindheit mit Pinseln und Farben vertraut gemacht. Sie ist die Tochter des Malers und Bildhauers Rudolf Brückner-Fuhlrott, der in Weißenfels und später in Ahrenshoop lebte. Wie alle jungen Mädchen habe auch sie tausend Träume gehabt, wie beispielsweise die Ausbildung zur Tänzerin bei der bekannten Tanzpädagogin Gret Palucca. Dazu trug auch die Selbstverständlichkeit der Beschäftigung mit der Bildenden Kunst im Elternhaus bei. Auch die Liebe zur russischen Sprache wies ihr mit einem Slawistik-Studium nach dem Abitur 1961 einen Weg.

Doch, wie die Malerin und Schriftstellerin erzählt, ließen sich ihre Träume nicht realisieren. Politische Zwänge steuerten ihren Werdegang, und sie wurde Lehrerin für Mathematik und Physik, promovierte an der Uni Jena in Mathematikmethodik.

Intensiv malt die Künstlerin seit 16 Jahren. Bei ihren Techniken legt sie sich nicht fest. Bei einem Rundgang durch die Galerie können sich die Besucher von der Vielfältigkeit überzeugen. Hier hängen Gemälde in Öl und Acryl auf Leinwand, in Pastell auf Bütten und in Aquarell. Die Bilder können käuflich erworben werden. Das Wichtigste, so erläutert die Malerin, ist für sie, das eigene Sehen und Erleben in den Bildern künstlerisch umzusetzen. So geben die Werke Aufschluss über die Gefühle, Gedanken und Stimmungen der Künstlerin

Die Mutter von fünf Kindern und acht Enkeln widmet sich vorrangig der Landschaftsmalerei, den Jahreszeiten mit ihren Naturschauspielen, dem Horizont zwischen Himmel und Erde. Bei ihren Bildern begegnen sich Himmel und Meer oder Land am Horizont, flirrendes Licht gleitet über Wasser und Erde, Spuren des Windes sind zu erkennen. „Ich liebe die Farbe rot“, sagt die Malerin. Dies ist allerdings bei ihren Bildern nicht zu erkennen. Bei diesen dominiert vorwiegend die Farbe blau. Die persönlichen Bindungen der Künstlerin vor allem an das Fischland und den Darß sowie Brandenburg und das Havelland spiegeln sich in den Bildern wider. So wie ihre Kraft und Energie reicht, will sie weiter ihr Empfinden und Erleben in der Natur mit Pinsel und Farben künstlerisch umsetzen.