Klinikum Burgenlandkreis

Klinikum Burgenlandkreis: Neues Bettenhaus entsteht in Naumburg

Naumburg - Auf besondere Post wartet man derzeit im Saale-Unstrut-Klinikum Naumburg. Sie könnte jeden Tag eintreffen: die Baugenehmigung für ein neues Bettenhaus. Sobald diese eintrifft, kann es auch schon losgehen mit dem 19-Millionen-Euro-Projekt, das vom Land Sachsen-Anhalt mit 3,5 Millionen Euro gefördert wird.

Von Jana Kainz 14.03.2018, 09:53

Auf besondere Post wartet man derzeit im Saale-Unstrut-Klinikum Naumburg. Sie könnte jeden Tag eintreffen: die Baugenehmigung für ein neues Bettenhaus. Sobald diese eintrifft, kann es auch schon losgehen mit dem 19-Millionen-Euro-Projekt, das vom Land Sachsen-Anhalt mit 3,5 Millionen Euro gefördert wird.

„In der zweiten Märzhälfte könnte die Baustelle eingerichtet werden, die Leistungen für den Rohbau sind ausgeschrieben“, so Lars Frohn, Geschäftsführer der Klinikum Burgenlandkreis GmbH. Bis Ende 2020 soll Haus 7 mittig nach hinten versetzt zwischen dem alten Gebäude Haus 1 - in dem auch die Kinderstation und die Gynäkologie untergebracht sind - und dem Hauptbettenhaus errichtet werden, wobei die beiden Häuser und der Neubau mit je einem Übergang verbunden werden. Weil die Grundfläche des Neubaus in den Hubschrauberlandeplatz hineinreicht, wird dieser auf die Mitarbeiterparkplätze vor der Notaufnahme verlegt.

Der mehrgeschossige Neubau, der Platz für 44 Betten bietet, umfasst eine Bruttogeschossfläche von insgesamt 6 000 Quadratmetern. Das Untergeschoss wird zur Technikzentrale ausgebaut und zudem für Umkleideräume genutzt. Das Erdgeschoss ist dem Ambulanten Zentrum MVZ vorbehalten. Entsprechend gestaltet sich die Raumstruktur. „Das Erdgeschoss ist als Erweiterung für neue Facharztpraxen gedacht, denn bei der Übernahme von Praxen stoßen wir räumlich an Grenzen“, so Frohn. Übernahmen seien im Hausarztbereich denkbar. „Da findet bald ein Generationenwechsel statt“, so der Klinikchef. Mit dem Neubau steht für die Klinik für Kinder-und Jugendmedizin ein Umzug an. Die gut 24 Betten werden in der ersten Etage auf größerem Raum in zeitgemäßen Ein- bis Zweibettzimmern untergebracht, die zudem mit Nasszellen ausgestattet sein werden.

Bleibt noch die zweite Etage - das Obergeschoss. Dort zieht die palliativ/onkologische Station ein, die derzeit in einem separaten Gebäude, einer Baracke, untergebracht ist. Mit 20 Patientenbetten stehen dieser Station künftig sechs Betten mehr zur Verfügung. Wie die Betten genutzt werden - ob von der palliativen oder onkologischen Station könne situativ entschieden werden. Ob auch mehr Personal gebraucht wird, stehe noch nicht fest. Wichtig war dem Klinikum, dass jedes Zimmer dieser Station über einen Balkon verfügt. So können die Patienten, die gesundheitsbedingt kaum das Zimmer verlassen können, auf die Grünfläche mit dem alten Baum schauen.

Wie die Ende 2020 leergezogene Kinder- und Jugendklinik und die Baracke später genutzt werden, dazu gibt es noch keine Pläne. Gebraucht werde der Platz aber gewiss. So würde sich die Möglichkeit eröffnen, die Krankenpflegeschule von der Bahnhofstraße wieder zurück an den Klinikstandort zu holen. „Dafür bin ich auch“, so Frohn.