Kita in Lützen

Kita in Lützen: Ein kleines Schwedenhaus im Garten

Lützen - Ständig meldet ein Kind einen Toilettenbesuch bei einer Erzieherin an. Nicht dass die Kleinen zu viel von der roten Limonade getrunken hätten, die am Freitag im Garten des Evangelischen Kindergartens Lützen ausgeschenkt wird. Nein, sie nehmen das nagelneue Holzhaus in ihrem Garten nebst der dazugehörigen Toilette noch neugierig wie ein neues Spielzeug auf. Eine Erzieherin hat deswegen immer ein Auge darauf, dass die Erkundung nicht zu weit ...

Von Heike Riedel 13.06.2016, 08:21

Ständig meldet ein Kind einen Toilettenbesuch bei einer Erzieherin an. Nicht dass die Kleinen zu viel von der roten Limonade getrunken hätten, die am Freitag im Garten des Evangelischen Kindergartens Lützen ausgeschenkt wird. Nein, sie nehmen das nagelneue Holzhaus in ihrem Garten nebst der dazugehörigen Toilette noch neugierig wie ein neues Spielzeug auf. Eine Erzieherin hat deswegen immer ein Auge darauf, dass die Erkundung nicht zu weit geht.

In dem gut 13 Quadratmeter großen Gartenhaus, das durch seinen roten Anstrich zu einem Schwedenhaus wurde, ist auch noch ein kleiner Aufenthaltsraum untergebracht und eine Nische zum Windelwechseln bei den Kleinsten. Damit ist weit mehr entstanden, als es das Ausrangieren der Dixi-Toilette erwarten ließ. Acht Jahre stand so eine nämlich im Garten des Kindergartens und wurde zunehmend Stein des Anstoßes bei Erziehern und Eltern. Seit vier Jahren sollte das Ding weg.

Hölzerner Neubau

Endlich ist sie verschwunden. Fotos von den Arbeiten der letzten Wochen sind in dem hölzernen Neubau ausgestellt. Doch sie können längst nicht alles festhalten, was an Zeit und Mühen aufgebracht wurde, damit das Haus errichtet werden konnte. Im Dezember 2014 schon wurde das Holzhaus gekauft, günstig zum halben Preis. Dann musste es erst mal eingelagert werden, denn eine Baugenehmigung musste beantragt werden, Strom- und Wasserzuleitungen waren zu schaffen. . .

„Wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen“, sagt Sebastian Fritz, der als einer von drei Vorsitzenden des Fördervereins der Kindertagesstätte Gustav-Adolf-Haus, den Hut dafür auf hat, dass die Erzieherinnen vom Verein Unterstützung erhalten. Mit mehr als 1.000 Euro Mitgliedsbeiträgen jährlich von den derzeit 67 Mitgliedern und zusätzlichen Spenden von Firmen und Privatpersonen lässt sich vom Verein schon einiges bewegen.

Spiele und Bastelutensilien

So werden die alljährliche Fahrt ins Schullandheim Geraberg für die Hortkinder und andere Ausflüge finanziert sowie Spiele und Bastelutensilien gekauft. Vor zwei Jahren hatte der 2008 gegründete Verein schon mal 5.000 Euro für ein neues Klettergerüst im Garten zusammen. Auch in diesem Jahr hat er die Kirchengemeinde bei dem Bau des kleinen Schwedenhauses mit 5.000 Euro - der Hälfte der Kosten - unterstützt.

Dafür, dass nach vier Jahren aus der Idee, die Dixi-Toilette auszutauschen, das Gartenhaus mit viel mehr Funktionen geworden ist, haben Kinder, Erzieher und Pfarrer Armin Pra allen Beteiligten am Freitag mit einem Gartenfest Danke gesagt. (mz)