Erste Lieferung ist da

Erste Lieferung ist da: 25.000 Schnelltests für den Burgenlandkreis

Weißenfels/Zeitz - Die Kreisverwaltung hat eine erste Lieferung von 25.000 Antigen-Schnelltests erhalten. Darüber informierte Landrat Götz Ulrich (CDU) am Montag am Rande des Strukturwandel-Ausschusses. Da es in den vergangenen Tagen „einige Corona-Infektionen an Schulen“ gab, seien dort auch schon Schnelltests angewandt ...

Von Martin Walter
Ein Schnelltest zur Erkennung des Coronavirus liegt in einem Pflegeheim an einer Teststation. dpa

Die Kreisverwaltung hat eine erste Lieferung von 25.000 Antigen-Schnelltests erhalten. Darüber informierte Landrat Götz Ulrich (CDU) am Montag am Rande des Strukturwandel-Ausschusses. Da es in den vergangenen Tagen „einige Corona-Infektionen an Schulen“ gab, seien dort auch schon Schnelltests angewandt worden.

Aber: „Einige positive Testergebnisse haben sich nach anschließenden PCR-Tests nicht bestätigt.“ Diese sind genauer, müssen aber in einem Labor ausgewertet werden. Doch „lieber falsch-positive Ergebnisse, als andersherum“, resümierte der Landrat. An Schulen, wo es Infektionen gab, sollen nun mobile Testteams zum Einsatz kommen, „um Schüler und Lehrer zeitnah durchzutesten.“ Die Eltern müssen den Schnelltests zudem zustimmen, weshalb entsprechende Formulare an die Schulen verteilt worden seien. Götz Ulrich erwarte aber „keine flächendeckende Zustimmung.“

Schnelltests sollen auch an die Pflegeheime im Landkreis verteilt werden

Auch an einer Droyßiger Schule habe es eine Corona-Infektion gegeben, woraufhin eine Verwaltungsmitarbeiterin vergeblich versucht habe, das Gesundheitsamt zu erreichen, wie Uwe Kraneis (parteilos), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst anmerkte. Götz Ulrich erklärte dies mit der hohen Belastung des Gesundheitsamts und verwies darauf, Fragen zu den Schulen an das Bildungsamt zu richten.

Die Schnelltests sollen indes auch an die Pflegeheime im Landkreis verteilt werden, wofür diese dem Gesundheitsamt aber ein Testkonzept vorlegen müssen. Bis Freitag hätten das lediglich ein Viertel aller Pflegeheime im Burgenlandkreis getan, so Götz Ulrich, der daraufhin am Samstag persönlich alle Einrichtungen angerufen habe.

Sieben-Tage-Inzidenz im Burgenlandkreis seit einer Woche zwischen 110 und 120

Zunächst würden nun die Weißenfelser und Hohenmölsener Altenheime mit den Schnelltests ausgestattet, „da das Infektionsgeschehen dort am größten ist“, wie Götz Ulrich sagte. Der Zeitzer Kreistagsabgeordnete Andreas Exler (Freie Wähler) habe indes von einem Zeitzer Seniorenheim erfahren, dass sich selbst Schnelltests in einer Apotheke bestellt habe. „Die Kosten dafür können erstattet werden, sobald uns das Testkonzept der Einrichtung vorliegt“, erklärte Götz Ulrich.

Der Landrat merkte zudem an, dass sich die Sieben-Tage-Inzidenz im Burgenlandkreis seit einer Woche zwischen 110 und 120 bewege. „Damit haben wir hoffentlich einen, zumindest vorläufigen, Höhepunkt erreicht“, so Götz Ulrich. (mz)