Ziel für Landtagswahlen

André Poggenburg will mit AdP 6 bis 9 Prozent holen - Ziel für Landtagswahlen

Dohma - Der frühere AfD-Politiker André Poggenburg will mit seiner neuen Partei „Aufbruch deutscher Patrioten“ (AdP) bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen in diesem Jahr 6 bis 9 Prozent der Zweitstimmen holen.

16.01.2019, 21:56
André Poggenburg, der frühere Landesvorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt, spricht beim Neujahrsempfang seiner neuen Partei AdP (Aufbruch deutscher Patrioten).
André Poggenburg, der frühere Landesvorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt, spricht beim Neujahrsempfang seiner neuen Partei AdP (Aufbruch deutscher Patrioten). dpa-Zentralbild

Der frühere AfD-Politiker André Poggenburg will mit seiner neuen Partei „Aufbruch deutscher Patrioten“ (AdP) bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen in diesem Jahr 6 bis 9 Prozent der Zweitstimmen holen.

Dafür gebe es eine realistische Chance, sagte der 43 Jahre alte Politiker am Mittwochabend bei einem Neujahrsempfang der AdP im sächsischen Dohma. Er hatte in der vergangenen Woche die AfD verlassen. Poggenburg galt als Rechtsaußen seiner früheren Partei. Einzelheiten zu den AdP-Zielen will er am Donnerstag in Dohma mitteilen. Poggenburg wählte als Symbol für die neue Partei eine Kornblume.

Bei einer Ansprache vor etwa 150 Anhängern griff Poggenburg erneut die AfD-Führung an. Dort habe man „die Hosen voll“, wenn Begriffe wie Volksgemeinschaft verwendet werden. Zu Silvester hatte er auf Twitter „Den Mitbürgern unserer Volksgemeinschaft ein gesundes, friedliches und patriotisches 2019!“ gewünscht. Poggenburg versteht seine Partei als Sammelbecken für enttäuschte AfD-Mitglieder und -Wähler. Gleichwohl bekräftigte er, dass er die AfD nicht als politischen Gegner sieht. Vielmehr wolle man die AfD „regional ergänzen“.

Die 2013 gegründete AfD hat schon mehrere Abspaltungen hinter sich. Parteigründer Bernd Lucke verließ 2015 die Partei nachdem er im Machtkampf mit dem rechtsnationalen Flügel unterlegen war. Er gründete gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten eine neue Partei, die aber erfolglos blieb. Nach der Bundestagswahl 2017 trat die Parteivorsitzende Frauke Petry aus. Sie gründete die „Blaue Partei“.  (dpa)