Zeitz Zeitz: Zetti verdoppelt Produktion
ZEITZ/MZ. - Etwas mehr als sieben Millionen Euro sollen in den kommenden Monaten in den Ausbau der Produktion investiert werden. So wird ein bisher wenig genutzter Hallenteil zur Produktionsstätte umfunktioniert. Neue Hochleistungsmaschinen werden gekauft. Am Ende, so Goldeck-Chef Wolfgang Sablotny, wird das Zeitzer Werk in der Lage sein, doppelt so viele Süßwaren herzustellen wie gegenwärtig. Derzeit verlassen das Unternehmen in der Zeitzer Unterstadt jährlich etwa 5 000 Tonnen Schokolade. Sind die neuen Anlagen in Betrieb, soll es auch neue Produkte geben. "Wir haben da schon was in der Pipeline", so Sablotny. Konkreter wird er aber noch nicht. Nur so viel: Es sind völlig neue Erzeugnisse, nichts, was es in der DDR schon mal gegeben hat. Im firmeneigenen Labor werden pro Jahr etwa 30 bis 40 Produkte entwickelt. Höchstens eins davon genüge am Ende den Qualitätsansprüchen und werde dann auch hergestellt, so Sablotny.
Zettis "Butter- und Brotgeschäft", wie es der Manager nennt, ist der Osten Deutschlands. Das werde auch so bleiben. "Der Markt wird von uns gehegt und gepflegt." Dennoch sind Zetti-Produkte wie Knusperflocke, Bambina oder Edelschokoladen längst auch in Warenregalen in westlichen Bundesländern zu finden. Seit mehr als sieben Jahren ist Zetti bundesweit gelistet. Die Produktionserweiterung soll nun dabei helfen, in anderen europäischen Ländern Fuß zu fassen. Sablotny und sein Team haben da vor allem die Länder rund um Deutschland im Blick.
Derzeit arbeiten im Zeitzer Werk knapp 100 Beschäftigte. Ob und wie sich die Zahl mit Abschluss der Investitionen entwickelt, dazu schweigt der Manager.
Möglich wurde der Ausbau der Produktionskapazität mit Hilfe eines Investors. Die Beteiligungsgesellschaft DZ Equity Partner (DZEP) aus Frankfurt (am Main) steigt als Minderheitsgesellschafter ins Zetti-Boot. Das sei kein Zeichen von Schwäche. Das Gegenteil sei der Fall, so Sablotny: "Wir sind kerngesund. Aber Wachstum kostet Geld." Die Aufnahme eines Kredites bei einer Bank komme für den Manager nicht in Frage. Wie hoch die Beteiligung von DZEP an Goldeck ist, behält Sablotny für sich.
Kurz nach Bekanntwerden der geplanten Investition hat sich der Zeitzer Landtagsabgeordnete Arnd Czapek (CDU) dazu geäußert. Er begrüße das Ja der Goldeck Süßwaren GmbH zu Zeitz und zu einer Erweiterung der Produktion am Standort. Es sei ein gutes Zeichen für die Region, so Czapek.