Vielsagende Karikaturen ohne Worte

Zeitz/MZ. - Der Tag der Ausstellungseröffnung war nicht zufällig gewählt. Denn just an diesem Tage wäre Theo Immisch 80 Jahre alt geworden. Nun rücken seine Arbeiten wieder ins Rampenlicht. Arbeiten, vor allem Karikaturen, die viele Menschen in den vergangenen Jahrzehnten begleitet haben, wie Angelika Bohn in ihrer Würdigung des Künstlers und Menschen Theo Immisch sagte. Er sei nicht missmutig wie manch anderer Karikaturist, sondern eher selbstironisch gewesen und die Kulturredakteurin aus Gera bezeichnete es als eine Auszeichnung, Theo Immisch kennen zu ...

Von Hartmut Landes 07.07.2005, 16:42

Der Tag der Ausstellungseröffnung war nicht zufällig gewählt. Denn just an diesem Tage wäre Theo Immisch 80 Jahre alt geworden. Nun rücken seine Arbeiten wieder ins Rampenlicht. Arbeiten, vor allem Karikaturen, die viele Menschen in den vergangenen Jahrzehnten begleitet haben, wie Angelika Bohn in ihrer Würdigung des Künstlers und Menschen Theo Immisch sagte. Er sei nicht missmutig wie manch anderer Karikaturist, sondern eher selbstironisch gewesen und die Kulturredakteurin aus Gera bezeichnete es als eine Auszeichnung, Theo Immisch kennen zu können.

Sätze, die Weggefährten, Politiker und die Gestalter der Ausstellung, die besonders von Theo Immischs Familie unterstützt wurden, dankbar aufnahmen. Und die anregten, beim Betrachten der Karikaturen über den Künstler und seine Sicht auf die Dinge zu debattieren. Immer wieder drehten sich Gespräche um den Künstler, um Episoden, die man mit ihm erlebt hatte oder von ihm wusste. Es wurde erinnert an Immischs Tierliebe, an den gläubigen Christen, an seine Geige und an sein U-Boot Ateliers, den kleinen Raum unterm Dach seines Geburtshauses, den seine Familie unverändert lassen will.

Sibylle Immisch-Näther verwies darauf, dass Theo Immisch allein für die Ostthüringer Zeitung annähernd 7000 Karikaturen gezeichnet habe, die jetzt von dort aus dem Archiv zurück kamen. Lediglich ein Drittel davon habe für die jetzige Ausstellung gesichtet werden können. "Mehr habe ich wirklich nicht geschafft", gestand Ulrike Trummer, die sich dieser Aufgabe gestellt hatte. Dass die Auswahl dennoch gelungen ist und viele Facetten aus dem Schaffen von Theo Immisch zeigt, davon können sich Besucher in der Ausstellung selbst ein Bild machen. Während der Eröffnung erinnerte sich auch Georg Schulze an den Künstler: "Als kleiner Stift, da kannte ich schon Immisch und seine Karikaturen. Er hatte es nicht immer leicht und er war ein besonderer Zeitzer."