Elsteraue Hochwasser Elsteraue Hochwasser: In Maßnitz geht nichts mehr

massnitz/ostrau/MZ - In Maßnitz in der Gemeinde Elsteraue ist der Deich, der eigentlich das Dorf vor den Fluten der Weißen Elster schützen soll, komplett durchgeweicht. Zudem gibt es Sickerstellen am Damm, Wasser läuft an einigen Stellen drunter, an einigen drüber. Auch aus dem Teich in der Ortsmitte sprudelt das Wasser nach oben. Die Folge: Im Dorf steht das Wasser bis zu 1,50 Meter hoch. Deswegen sind nun Feuerwehrkräfte unterwegs und informieren die Anwohner, dass der Ort evakuiert wird. Zu groß sei das Risiko, dass der durchweichte Damm bricht oder an noch mehr Stellen Wasser überlaufe, erklärte der Gemeindewehrleiter der Elsteraue, Andreas Buchheim.
Schon jetzt kommen die ehrenamtlichen Helfer nur noch mit Wathose zu den Anwohnern. „Und selbst die reichen manchmal nicht mehr aus“, sagt Danilo Zimmermann, Feuerwehreinsatzleiter vor Ort. Die Anwohner werden nun über die Evakuierung informiert, sie können das Nötigste einpacken und werden dann mit den Fahrzeugen der Feuerwehr aus dem Ort gebracht. Die meisten Anwohner haben bereits gestern ihre Autos in Sicherheit gebracht. Und die, die jetzt noch da stehen, werden wohl den Wassermassen zum Opfer fallen. „Erlebt hat sowas noch keiner hier“, sagt Zimmermann, der wie alle anderen Helfer seit Freitag pausenlos im Einsatz ist.
Auch in anderen Orten der Elsteraue drückt das Wasser rein. In Predel könnte es kritisch werden. Dort wurden bereits am Sonntag einige Personen in Sicherheit gebracht, die pflegebedürftig sind und in dem Bereich leben, der vom Wasser zunehmend überschwemmt wird. In Ostrau geht ebenfalls nichts mehr. Die Straßen im Ort stehen unter Wasser. Hier drückt ebenfalls die Weiße Elster hinein. „Aber wir können ja nichts machen. Ich hoffe nur, dass es bald aufhört“, so Einwohnerin Gisela Bachmann. Ob auch hier evakuiert werden muss, steht noch nicht fest.
Der Gemeindewehrleiter und andere Helfer, die zum Krisenstab der Gemeinde gehören, sind pausenlos unterwegs und informieren sich über die Lage. Als Notunterkunft für die Elsteraue steht das Hyzet in Alttröglitz offen.
Wie hoch der aktuelle Pegel der Elster ist, kann übrigens keiner sagen. Denn er ist schlichtweg nicht mehr messbar. Die Einsatzkräfte fürchten aber, dass das Wasser noch weiter steigt.