Stadtrat Matthias Thomae (Freie Wähler)

Parken in Wörlitz - „Die Amtskeule zu schwingen geht gar nicht in einer Touristenstadt“

Stadtrat sieht Nachholbedarf.

13.10.2021, 09:03 • Aktualisiert: 13.10.2021, 09:40
Blick auf das Schloss Wörlitz.
Blick auf das Schloss Wörlitz. dpa-Zentralbild

Wörlitz/MZ/CNI - „Ein Ort, der vom Tourismus leben möchte, braucht eine Willkommenskultur.“ Das betont in einer Mail an die MZ der Oranienbaum-Wörlitzer Stadtrat Matthias Thomae (Freie Wähler). Er reagiert damit auf einen MZ-Beitrag vom 6. Oktober, in dem es um die Parksituation in der Parkstadt ging.

Wie Thomae weiter schreibt, sei seinen Feriengästen aufgefallen, „dass der schöne Landschaftsgarten und die Stadt Wörlitz deutliche Unterschiede in qualitativer Hinsicht aufweisen“. Was die Parksituation betrifft, so räumt er ein, dass die vorhandenen Parkplätze ausreichen, „wenn man sie findet“. Da bestehe Nachholbedarf, „denn Ortsunkundige landen zwangsläufig auf dem Großparkplatz“. Andere Parkplätze hingegen seien „sehr sparsam ausgeschildert“.

Thomae betont, dass er für mehr Freundlichkeit und Verständnis werben möchte: „So könnte an den gebührenpflichtigen Parkplätzen mal erklärt werden, dass der Besuch des Landschaftsgartens Wörlitz kostenlos ist und die Besucher mit den Parkgebühren auch zur Erhaltung des Anlagen beitragen“. Es sei keine Abzocke, sondern „Nachhaltigkeit für das Weltkulturerbe“. Aber das müsste mit Hilfe von Schildern erklärt werden „und Freundlichkeit hat noch nie geschadet“, so Thomae, der berichtet, in Bayern selbst einmal falsch geparkt zu haben. Dafür habe er eine gelbe Karte erhalten mit einem Hinweis, dass die rote Karte gebührenpflichtig sei. „Die Amtskeule zu schwingen geht gar nicht in einer Touristenstadt“, so Thomae.