Mit Bodo bei den Meisterschaften

Wittenberg/MZ. - Angetreten ist sie in der Schutzhundprüfung 3 mit dem Vierbeiner "Bodo vom Schladebacher Wäldchen", einem Hund von Horst Göricke. 20 Teilnehmer waren in ihrer Gruppe. Die Prüfungen verteilten sich auf drei Tage, zu absolvieren waren Fährte, Unterordnung und Schutzdienst. "Fährte hatten wir geübt im hohen Gras." Bei Unterordnung und Schutzdienst in dem großen Stadion sei ihr schon etwas mulmig gewesen, meint die Jugendliche. "Es war schon gut, überhaupt zu bestehen", schätzt Julia Döring ihre Leistung ...

Von Karina Blüthgen 05.06.2008, 18:20

Angetreten ist sie in der Schutzhundprüfung 3 mit dem Vierbeiner "Bodo vom Schladebacher Wäldchen", einem Hund von Horst Göricke. 20 Teilnehmer waren in ihrer Gruppe. Die Prüfungen verteilten sich auf drei Tage, zu absolvieren waren Fährte, Unterordnung und Schutzdienst. "Fährte hatten wir geübt im hohen Gras." Bei Unterordnung und Schutzdienst in dem großen Stadion sei ihr schon etwas mulmig gewesen, meint die Jugendliche. "Es war schon gut, überhaupt zu bestehen", schätzt Julia Döring ihre Leistung ein.

Denn die Umgebung für Mensch und Tier war ungewohnt. "Im Stadion alles bunt, viele Leute dort und dann die Lautsprecher. Das ist anders als auf dem Hundeplatz", sagt Thomas Döring, stolzer Vater und Vereinsvorsitzender. Immerhin, sie belegte den neunten Platz, dafür gab es Pokal und Urkunde. Zehn Teilnehmer ihrer Gruppe sind durchgefallen. In der Mannschaftswertung eroberten sich die beiden Starter aus Sachsen-Anhalt Platz vier, schrammten nur hauchdünn am Podest vorbei.

Seit fünf Jahren widmet sich Julia Döring dem Hundesport, 22 Prüfungen hat sie mit den Vierbeinern abgelegt. Ihre eigenen Schützlinge waren für die Meisterschaften, für die sie sich im Land qualifizieren musste, noch zu jung. Horst Göricke, seit über 50 Jahren erfolgreich mit dem Hundesport verbunden und inzwischen Cheftrainer des Wittenberger Vereins, hatte ihr den vierjährigen Bodo mitgegeben. Göricke kennt die Tücken großer Wettkämpfe. "Nein, ich bin nicht mitgefahren", wehrt er ab. "Da brennen mir die Nerven durch." Aber nach jeder Prüfung hat er das Ergebnis per SMS erfahren.

Gefreut hat sich auch Franziska Bierwirth über das Ergebnis, sie ist Jugendwart im Wittenberger Schäferhundeverein. Zwei Jugendliche betreut sie, "aber richtig aktiv ist nur Julia". Natürlich hat auch sie mitgefiebert und freut sich riesig über das Ergebnis. "Das ist ein Sport, bei dem es nicht nur auf die Jugendlichen, sondern auch auf die Eltern und nicht zuletzt die Hunde ankommt", sagt sie.

Täglich ist Julia Döring zwei bis drei Stunden mit den Hunden zusammen, übt und trainiert. Vor ihrem Wechsel zu den Vierbeinern hat sie Schach gespielt. "Aber Hunde sind schon was anderes", findet sie. In der Top-Ten-Liste des Verbandes bei der Jugend steht sie im Abschluss für 2007 im Bereich Leistung auf Platz acht in Deutschland. Der jüngste Erfolg war erst am vergangenen Wochenende bei der Landesjugendausstellung in Klötze, da ging es nur um die Schönheit der Tiere. Julia Döring hat mit zwei Hunden teilgenommen und einmal "vorzüglich" und einmal "sehr gut" erhalten.

Mehr zum Schäferhundesport und den Ergebnissen finden Sie im Internet.