Wohnen in Weißenfels

Wohnen in Weißenfels: Was 2018 geplant ist

Weißenfels - Weißenfelser Gesellschaft baut erstmals Aufzüge in Fünfgeschosser ein. Was im neuen Jahr noch geplant ist.

Von Andreas Richter 01.01.2018, 14:00

Die Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH (WVW) will im kommenden Jahr in den barrierefreien Zugang von Wohnungen investieren. Wie Geschäftsführerin Kathleen Schechowiak informierte, sollen in drei Wohnblöcken in Weißenfels-Süd und im Wohngebiet Kugelberg Aufzüge eingebaut werden. Konkret sind das der Südring 42 bis 44 und 94 bis 96 sowie die Otto-Schlag-Straße 24 bis 28 auf dem Kugelberg.

„Es ist das erste Mal, dass wir in Wohnblöcke mit fünf Etagen Aufzüge einbauen. In den betreffenden Wohnungen leben viele ältere Menschen, deshalb gab es bereits zahlreiche Anfragen nach Aufzügen“, sagte Schechowiak. Der Einbau von Liften sei allerdings eine kostspielige Angelegenheit, so die WVW-Chefin. Die Investition lohne sich überhaupt nur in ausgewählten Wohnblöcken, in denen jeweils drei Mietparteien in Zwei-Raum-Wohnungen auf einer Etage leben. Somit verteilten sich die Kosten in einem Block mit fünf Etagen auf 15 Mietparteien.

WVW will rund 1,65 Millionen Euro in das Vorhaben investieren

Die WVW will rund 1,65 Millionen Euro in das Vorhaben investieren. Die Hälfte der Kosten werden über ein Förderprogramm des Landes getragen. Nach dem Einbau der Aufzüge müssen die Bewohner laut Schechowiak mit einer Erhöhung der monatlichen Miete um 40 bis 50 Euro rechnen. „Der teure Einbau von Aufzügen ist nur dank der Fördermittel möglich. Ansonsten wären wir bei einer Mieterhöhung um die 100 Euro“, sagte sie.

Während also in einigen Blöcken erstmals Lifte eingebaut werden, will die WVW im kommenden Jahr in den teilweisen Rückbau des fünfstöckigen Wohnblocks Hardenbergstraße 5 bis 16 gegenüber der Kaserne investieren. „Zwei Etagen kommen runter“, sagte Schechowiak. Die Erdgeschosswohnungen sollen mit Terrasse und separatem Zugang neu gestaltet werden.

Fertigstellung der Seumesiedlung

Ein weiterer Schwerpunkt des kommenden Jahres ist für die städtische Wohnungsgesellschaft die Fertigstellung der Seumesiedlung. Das Bauvorhaben hatte sich verzögert, weil zunächst aufgrund voller Auftragsbücher keine Baufirma gefunden werden konnte. Nach dem ersten Spatenstich für die Reihenhäuser zwischen Seume- und Damaschkestraße im Mai dieses Jahres ist die Erschließung des neuen Wohngebietes nun mittlerweile beendet. Das Interesse an den Häusern ist groß, ein Teil wird verkauft, ein Teil vermietet. Im Sommer nächsten Jahres rechnet die WVW-Chefin mit der Fertigstellung der neuen Wohnsiedlung.

Fortsetzen will die WVW in 2018 die Innensanierung von Wohnungen. Schwerpunkte sind dabei die Stadtteile Süd und West. Bis zu 300.000 Euro will die WVW dafür in die Hand nehmen.

Gegenwärtig stehen rund 15 Prozent der vermietbaren Wohnungen der WVW leer. Zählt man die unsanierten und damit unvermietbaren Altbauten hinzu, dann sind es etwa 20 Prozent. Mit einem sogenannten Treppenbonus versucht der Großvermieter das Interesse an höher gelegenen Wohnungen zu wecken. Für bestimmte Wohnungen in der fünften Etage wird in Gebäuden ohne Aufzug eine Mietermäßigung von monatlich 50 Euro angeboten. Laut WVW-Chefin haben sich derzeit immerhin 35 Mieter bewusst für dieses Angebot entschieden. Damit verzichtet die Wohnungsgesellschaft immerhin auf Einnahmen von rund 20.000 Euro. (mz)