Wer ist der Stimmenkönig?

Wer ist der Stimmenkönig?: So wenig Stimmen reichten diesmal für ein Stadtratsmandat

Weißenfels - Schon 218 Stimmen reichten am Sonntag für ein Stadtratsmandat in Weißenfels. Den größten Zuspruch erhielt nicht zum ersten Mal ein Amtsinhaber.

Von Alexander Kempf 29.05.2019, 16:51

Wie die Machtverhältnisse im neuen Weißenfelser Stadtrat aussehen werden, das hat Gemeindewahlleiter Sven Hantscher schon am Montag nach der Kommunalwahl durchblicken lassen. Mit zehn Sitzen hat die CDU das beste Ergebnis aller Parteien und Wählervereinigungen erzielt. Spannender aber als die pure Zahl der Mandate ist für viele Weißenfelser, wer nun ihr Ansprechpartner im kommenden Stadtrat ist.

-> Wahlergebnis Stadtratswahl Weißenfels (Stimmen- und Sitzverteilung sowie gewählte Bewerber) als .pdf

Die Namen der Gewinner und die Anzahl der Stimmen, die ihnen zuteil wurden, sind erst am Mittwochabend im Ratssaal veröffentlicht worden. In der neuen CDU-Fraktion gibt es mit Manfred Rauner, Jörg Riemer, Gudrun Schulze, Walter Wolter, Beate Schlegel, Veit Richter sowie Heidi Föhre sieben bekannte Gesichter. Sie alle gehören schon dem gegenwärtigen Stadtrat an. Neu sind hingegen Martin Papke und Sandy Scheunpflug.

Manfred Rauner ist es wie schon 2014 gelungen, die meisten aller Stimmen in Weißenfels auf sich zu vereinen

Dem bisherigen Fraktionsvorsitzenden Manfred Rauner ist es wie schon 2014 gelungen, die meisten aller Stimmen in Weißenfels auf sich zu vereinen. Gesunken ist die Zustimmung trotzdem, von 3.327 Stimmen auf nun 2.858. Mehr als zweitausend Stimmen zu erhalten ist außer dem ehemaligen Oberbürgermeister nur Danny Schilling (2.417) und Marcus Spiegelberg (.2091) gelungen.

Aus dem Stand wohlgemerkt. Beide gehören der AfD-Fraktion an, welche künftig sieben Sitze im Stadtrat besetzen werden. Mit Marcus Spiegelbergs Ehefrau Elisabeth und seiner Mutter Ramona gehören gleich drei Mitglieder einer Familie zur gleichen Fraktion.

Prominente Familie hat für die Weißenfelser Optimisten je zwei Stadtratsmandate gewinnen können

Eine andere prominente Weißenfelser Familie hat für die Weißenfelser Optimisten je zwei Stadtratsmandate gewinnen können. Pub-Betreiber Uwe Brückner sammelte 1.691 Stimmen ein, sein Sohn Martin 548. Insgesamt gelang es der neuen drittstärksten Kraft im Weißenfelser Stadtrat sechs Sitze zu erobern.

Auf die fünf Sitze der Linken teilen sich viele bekannte Gesichter. Jörg Freiwald, Petra Janecke und Hans Klitzschmüller sind als Stadträte bestätigt worden. Neu einziehen dürfen Linda Benedix und David Held. Stark zugelegt hat in der Wählergunst SPD-Stadtrat Johannes Kunze. Er sammelte diesmal 1.054 Stimmen ein, fünf Jahre zuvor waren es nur 293. Ob das auch als Ansporn für Malgorzata Gomolka dient? Der gebürtigen Polin gelang für die SPD der Einzug in den Stadtrat mit den wenigsten Stimmen. Es waren 218 Stück. (mz)