Parkscheinautomat mit Flex geknackt

Weißenfels: Mann wollte Parkscheinautomat mit Trennschleifer knacken

Weißenfels - Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 33 Jahre alten Weißenfelser, der der Polizei nur allzugut bekannt ist wegen diverser Straftaten.

13.03.2017, 16:00

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ist ein Parkscheinautomat der Stadt Weißenfels beim Versuch, an die Geldkassette zu kommen, schwer beschädigt worden. In der Nacht zum Montag hatte ein Mann mit einem Trennschleifer den Parkscheinautomaten im Bereich Friedrichsstraße und Jüdenstraße aufgeflext. Der Mann wurde nach einem Zeugenhinweise gegen Mitternacht in der Nähe des Tatortes gefasst.

Wie Katharina Vokoun, Pressesprecherin der Stadtverwaltung sagte, war es dem Mann gelungen, an die Münzen in der Geldkassette des Automaten zu gelangen. Er könnte dabei etwa 250 Euro erbeutet haben. „Genau können wir das nicht sagen, weil die Abrechnungsbelege mit verschwunden sind“, sagte sie.

Parkscheinautomat in Weißenfels aufgebrochen: Das Fach mit dem Wechselgeld blieb allerdings unangetastet

Das Fach mit dem Wechselgeld blieb allerdings unangetastet. Unklar ist im Moment jedoch, was der Mann mit dem Geld gemacht hat. Denn die Polizei hat es bei ihm nicht gefunden. Möglicherweise hat er es auf der Flucht vor der Polizei unbemerkt weggeworfen. Gefunden wurde es bislang nicht. Um seine Tat eventuell noch vertuschen zu können, hatte der Mann auch den Trennschleifer weggeworfen.

Allerdings fanden die Polizisten das Werkzeug. Bei sich hatte der Mann laut Gesine Kerwien, Sprecherin des Reviers Burgenlandkreis, jedoch einen Rucksack, in dem sich allerhand Werkzeug befand, das für Einbrüche geeignet ist. Unter anderem befanden sich darunter Schraubenzieher, Seitenschneider, Brecheisen und ähnliches.

Parkscheinautomat in Weißenfels aufgebrochen: Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 33 Jahre alten Weißenfelser

Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 33 Jahre alten Weißenfelser, der der Polizei nur allzugut bekannt ist wegen diverser Straftaten. Unter anderem hat er Eigentumsdelikte auf dem Kerbholz, aber auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Laut Polizeisprecherin Kerwien hat man bei ihm zudem einige Tütchen mit kristallinen Substanzen gefunden. Offenbar handelt es sich dabei um Reste der Droge Crystal. Der Verdacht liegt nahe, dass der Mann sich mit derartigen Einbrüchen seinen Drogenkonsum finanziert.

Der in der Nacht zum Montag aufgeflexte Geldautomat ist derart schwer beschädigt, dass er vermutlich nicht repariert werden kann. Wie Stadtsprecherin Vokoun sagte, handelt es sich um einen Automaten älteren Typs, für den es nur noch wenige Ersatzteile gibt. Muss er komplett ersetzt werden, kostet das zwischen 6.000 und 6.500 Euro. Ähnlich hoch war der Schaden auch schon im Zusammenhang mit den Einbrüchen in die beiden anderen Parkscheinautomaten im Januar und Februar dieses Jahres. Ob der von der Polizei gestellte Mann auch für diese Taten in Frage kommt, ist derzeit noch nicht geklärt. (mz/ze)