Vier Schwerverletzte

Unfälle auf A9 bei Weißenfels - Zehn Rettungswagen und zwei Rettungshubschrauber im Einsatz

Weißenfels - Innerhalb von nur einer halben Stunde haben sich nahe Weißenfels acht Unfälle ereignet. Der Verkehr staute sich zeitweise auf mehr als zehn Kilometern.

Von Alexander Kempf und Andrea Hamann-Richter

Mehrere Unfälle haben am Freitagnachmittag die Rettungskräfte auf der A 9 in Atem gehalten. Nachdem kurz vor 13 Uhr in Höhe Weißenfels ein Überholfehler zu einem ersten Crash führte, kam es in der darauf folgenden halben Stunde zu sieben weiteren Zusammenstößen. Laut der Autobahnpolizei sind insgesamt 22 Fahrzeuge in die acht Unfälle verwickelt gewesen. Neben zehn Leichtverletzten zählte die Polizei auch vier Schwerverletzte.

Um diese zu versorgen sind am Freitag neben zehn Rettungswagen auch zwei Rettungshubschrauber im Einsatz gewesen. Zudem haben fünf Feuerwehren geholfen, die Unfallstellen zu sichern und die verunglückten Fahrzeuge zu bergen. Vor Ort waren neben den Weißenfelser Kameraden auch die aus Teuchern und Zorbau.

Laut der Weißenfelser Autobahnpolizei sind die Fahrzeuge des ersten Unfalls zunächst auf der linken Fahrspur liegen geblieben. Andere Fahrzeuge konnten anschließend nicht rechtzeitig ausweichen. Hinzu kamen weitere Unfälle in Folge der Stauentwicklung. Auch hier sind Fahrer nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gekommen und auf das Stauende aufgefahren. Bilder der Feuerwehr Weißenfels zeigen bis zu vier ineinander verkeilte Fahrzeuge.

Mehrere Verletzte nach Unfällen auf der A9 bei Weißenfels: Krankenwagen und Rettungshubschrauber eingesetzt

Trotz der Vielzahl von Unfällen ist niemand ums Leben gekommen. Über den Gesundheitszustand der vier Schwerverletzten gab es am Freitagabend keine weiteren Erkenntnisse. Auch zur Höhe des Gesamtschadens liegen zu diesem Zeitpunkt noch keine offiziellen Zahlen vor. Zeitlich kam der Unfall am Freitagnachmittag zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, da vor dem Wochenende traditionell viele Pendler unterwegs sind.

Infolge der Unfälle bildete sich auf der Fahrspur in Richtung Berlin ein langer Stau. Zeitweise reihte sich auf einer Länge von mehr als zehn Kilometern Fahrzeug an Fahrzeug, so die Autobahnpolizei. Die hatte frühzeitig versucht, den Fernverkehr in Richtung Berlin über Naumburg, Meineweh und Kretzschau umzuleiten. Die Reisenden in Richtung Berlin sollten die mehrstündige Vollsperrung der Autobahn über die B 2 und anschließend die A 38 umfahren.

Aufgrund des Ausweichverkehrs gab es aber auch auf den Landstraßen rings um die A 9 in Höhe Weißenfels ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen. Erst um 18.30 Uhr wurde die Autobahn in Richtung Berlin wieder voll freigegeben. Zuvor ging es dort zeitweise auf der rechten Spur einseitig voran, teilt die Autobahnpolizei mit.  (mz)