„Private Gründe“

„Private Gründe“: Weißenfelser Krankenhaus-Chef geht nach nur sechs Monaten

Weißenfels - Christian Lorch, der die Leitung der Weißenfelser Asklepios-Klinik erst im Juli diesen Jahres übernommen hat, wird das Krankenhaus Ende des Jahres verlassen.

Von Alexander Kempf 05.12.2017, 14:00

Christian Lorch, der die Leitung der Weißenfelser Asklepios-Klinik erst im Juli diesen Jahres übernommen hat, wird das Krankenhaus Ende des Jahres verlassen. Das bestätigt Konzernsprecher Rune Hoffmann auf Nachfrage der Mitteldeutschen Zeitung. Sein Nachfolger ist in Weißenfels ein alter Bekannter. Christian Lorchs Vorgänger ist nun auch sein Nachfolger, nämlich Joachim Kröger. Der war im Sommer nach Seesen gewechselt, wo ihn nun der 29-Jährige Christian Lorch beerben soll.

Spekulationen, dass der Personaltausch mit der bevorstehenden Schließung der Weißenfelser Geburtenstation im Zusammenhang stehen könnte, wies der Konzernsprecher von Asklepios entschieden zurück. „Das sind private Gründe“, so Rune Hoffmann. In Seesen ist die Rochade bereits Ende November offiziell vermeldet worden. Der „Ringtausch“, heißt es in der Pressemitteilung, hat jeweils persönliche, familiäre Gründe.

Christian Lorch sieht seine Zukunft in der Metropolregion Hamburg

Demnach wolle der 56-jährige Joachim Kröger seinen Lebensmittelpunkt in die Nähe von Leipzig verlegen. Christian Lorch wiederum sieht seine Zukunft in der Metropolregion Hamburg. In Weißenfels ist der Wechsel bisher nur intern angekündigt worden. Die Klinikleitung ist hier nach dem Aus der Geburtenstation öffentlich in die Kritik geraten. Die freiberuflichen Hebammen hatten im September ihre Verträge mit dem Krankenhaus gekündigt und sind nach Merseburg gewechselt. Nun finden sich keine neuen Fachkräfte.

Jedoch hatten die Hebammen schon zu Zeiten des alten und neuen Geschäftsführers Joachim Kröger immer wieder auf ihre schwierige Lage hingewiesen. Nun sollen geplante Geburten offiziell nur noch bis Mitte des Monats in Weißenfels angenommen werden. (mz)