Lärmschutzwand auf A9

Lärmschutzwand auf A9: Endlich Hilfe für 100 Betroffene in Sicht?

Muschwitz - Auf Borauer und Zorbauer Seite der Autobahn 9 soll perspektivisch eine Lärmschutzwand gebaut werden. Ausführen müsse dies die Landesstraßenbaubehörde, wie der städtische Amtsleiter Steve Kähler im Bauausschuss des Lützener Stadtrates sagte. 119 Anwohner, so der letzte Kenntnisstand, würden in dem Bereich außerdem Lärmschutzfenster ...

20.05.2019, 06:58
Auf Borauer und Zorbauer Seite der Autobahn 9 soll perspektivisch eine Lärmschutzwand gebaut werden. Für 119 Anwohner in Muschwitz eine Hilfe.
Auf Borauer und Zorbauer Seite der Autobahn 9 soll perspektivisch eine Lärmschutzwand gebaut werden. Für 119 Anwohner in Muschwitz eine Hilfe. imago stock&people

Auf Borauer und Zorbauer Seite der Autobahn 9 soll perspektivisch eine Lärmschutzwand gebaut werden. Ausführen müsse dies die Landesstraßenbaubehörde, wie der städtische Amtsleiter Steve Kähler im Bauausschuss des Lützener Stadtrates sagte. 119 Anwohner, so der letzte Kenntnisstand, würden in dem Bereich außerdem Lärmschutzfenster brauchen.

Hilfe für Betroffene in Sicht

Grundlage für diese Vorhaben oder mögliche weitere Projekte ist der Lärmaktionsplan, der die Verwaltung in der Kleinstadt schon einige Zeit beschäftigt. Für die Kommunen ist das eine Pflichtaufgabe aufgrund des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Laut Ronny Mank, Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung, habe man dabei auf Untersuchungen des Landes zurückgegriffen, die in Karten Eingang gefunden haben und den Lärm grafisch festhalten. Drei Millionen Kraftfahrzeuge sind die magische Grenze. Kommt man über diese, besteht Handlungsbedarf. Das betrifft in Lützen die Autobahn 9, derzeit aber nicht die A 38.

Einwohner von Muschwitz können Einsicht in Pläne erhalten

Die dritte Stufe des Plans wurde von Wolfgang Heinrich vom Lützener Planungsbüro Steinbacher Consult im Bauausschuss vorgestellt und einstimmig abgesegnet. Ronny Mank sprach davon, dass man sich in Sachen Lärmaktionsplan zunächst zurückgehalten habe. Man sei erst relativ spät eingestiegen. Geplant ist, dass im Juni eine öffentliche Auslegung im Rathaus erfolgen soll. Das werde auch noch einmal auf der Lützener Internetseite veröffentlicht.

Dann könnten die Einwohner der Stadt Einsicht in die Planungen nehmen und Einwände vorbringen. „Vielleicht werden wir dann auch noch auf weitere Probleme aufmerksam gemacht“, sagt Mank, „die man noch gar nicht gesehen habe.“ Hinzu kommt, dass der Plan nichts Starres ist, sondern alle drei Jahre überarbeitet werden muss. (mz/hz)