Tierheim Sangerhausen

Tierheim Sangerhausen: Katzenkinder und ältere Stubentiger warten auf Vermittlung

Sangerhausen - Im Sangerhäuser Eschental sind acht Jungtiere und drei ältere Stubentiger zu vermitteln. Die Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein zahlt sich aus.

Von Helga Koch

Wenn die acht kleinen Katzen reden könnten, würden sie wohl traurige Geschichten erzählen. Doch nun geht es ihnen gut, sie haben erst mal ein Zuhause im Sangerhäuser Tierheim gefunden. Jede hat ein paar Tage in Quarantäne hinter sich, alle sind entwurmt und entfloht und inzwischen sogar stubenrein. Nun tummeln sie sich in einem großen Raum, in dem allerlei Möglichkeiten zum Klettern und Spielen einladen.

„Sie stammen aus unterschiedlichen Würfen“, erzählt Carolin Heinz. Die meisten seien am Straßen- oder Feldrand aufgesammelt worden, nachdem ihre Mütter überfahren worden waren. „Zwei haben wir sogar mit der Flasche aufgepäppelt“, schildert ihre Kollegin Ilona Häßler. Freilich sind die beiden Flaschenkinder noch ein bisschen zierlicher, aber genauso munter wie ihre Altersgefährten. Die Tierheim-Mitarbeiter haben die beiden Kleinen Sunita und Calida genannt.

Die meisten der Stubentiger und vor allem der schwarz-weiße Carlo mit seinem langen, weichen Fell sind durch den Kontakt mit dem Tierheim-Team schon handzahm. Nur zwei Tiere haben noch große Angst vor Menschen. Eine dreifarbige Glückskatze hält sich hinter einem Zweig versteckt und faucht, sobald sich eine Hand nähert. Ihr grau getigerter Bruder ist auf einem Balken in die äußerste obere Käfigecke geflüchtet und beobachtet das Treiben aus sicherer Distanz. „Beide sind noch ziemlich wild. Sie kommen erst zum Fressen runter, wenn wir draußen sind“, sagt Häßler.

Dass in diesem Sommer nur acht Jungtiere im Tierheim leben, ist ungewöhnlich. Dass es nicht mehr sind, daran habe der Tierschutzverein großen Anteil, sagt Heinz. „Sie nehmen viele Katzen auf, haben etliche Pflegestellen und vermitteln auch Tiere. Der Tierschutzverein unterstützt uns sehr.“

Die Jungtiere, die zurzeit im Tierheim leben, sind alle ungefähr acht Wochen alt. Sie bekommen Wasser, Trocken- und Nassfutter. Kratzbäume, kleine Bälle, ein Tunnel und anderes Spielzeug stehen zur Verfügung. Am liebsten allerdings beschäftigen sich die kleinen Katzen miteinander, toben umher und jagen sich. Deshalb sollten sie möglichst zu zweit vermittelt werden. „Die beiden Flaschenkinder geben wir auf jeden Fall nur zusammen ab“, sagt Heinz. Sie würde sich wünschen, die kleinen und auch die drei älteren Stubentiger bald in gute Hände abgeben zu können.

››Kontakt zum Tierheim Sangerhausen unter Tel. 03464/ 27 83 08 (mz)