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Schwarzbuch der SteuerzahlerVerschwendung in Sachsen-Anhalt: Neue Autobahnschilder an A38 kosten mehr als 90.000 Euro - pro Schild

Der Bund der Steuerzahler hat in seinem Schwarzbuch 2023/2024 fünf Steuerverschwendungen in Sachsen-Anhalt ausgemacht. Diese kosten den Steuerzahler Millionen. Platz 2: Kosten für neue Autobahnschilder explodieren.

Von DUR/eb Aktualisiert: 12.02.2024, 10:36
Steuergeldverschwendung in Sachsen-Anhalt: Es geht um Millionen Euro. Platz 2: Autobahnschilder an der A38 sind dank Bürokratie maßlos überteuert.
Steuergeldverschwendung in Sachsen-Anhalt: Es geht um Millionen Euro. Platz 2: Autobahnschilder an der A38 sind dank Bürokratie maßlos überteuert. Foto: picture alliance/dpa | Heiko Rebsch

Sangerhausen. - Auf den Autobahnen im Land sind an vielen Orten Hinweise auf touristische Ziele zu sehen. So auch auf der A38 bei Sangerhausen. Hier wird das Europa-Rosarium Sangerhausen mit jährlich weit mehr als 100.000 Besuchern beworben. Die Hinweisschilder an der A38, die auf das Rosarium hinweisen, sind allerdings verblasst und müssen erneuert werden. 

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Sangerhausen: Neue Anforderungen für Autobahnschilder lassen Preise explodieren

Bis ins Jahr 2021 galten andere Anforderungen und Regeln in Bezug auf Autobahnschilder. Bis dahin waren zwei mal drei Meter ausreichend groß. Nun sind aber 2,4 mal 3,6 Meter vorgesehen. "Diese neuen Vorgaben führen zu erheblichem Mehraufwand", so der Bund der Steuerzahler. Im Anschluss komme viel Bürokratie hinzu. Anträge und Genehmigungen müssten ausgefüllt und eingeholt werden.

Autobahnschilder an A38 kosten mehr als 90.000 Euro

Die Kosten für Beschaffung, Aufstellung, Unterhalt und Rückbau der bestehenden Schilder müsse derjenige tragen, der die Aufstellung beantragt hat – hier die Stadt Sangerhausen. Mehr als 90.000 Euro soll dies nach Recherchen der Mitteldeutschen Zeitung kosten - pro Schild.

Aus Steuerzahlersicht wäre die Schrift­erneuerung auf den bereits vorhandenen Hinweisschildern nicht nur kostengünstiger, sondern für alle Seiten auch einfacher und unbürokratischer gewesen, kritisiert der Steuerzahlerbund. Immerhin: In diesem Zuge soll auch an der A71 ein neues touristisches Hinweisschild aufgestellt werden.