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Wenn Vertrauen zur Gefahr wird Neue Webseite gegen Cybergrooming: Wie eine Sangerhäuserin Sex-Tätern das Handwerk legt

Cybergrooming bleibt oft lange unbemerkt. Eine Sangerhäuserin will das ändern: Mit ihrer neuen Webseite macht Fiona Harms sichtbar, wie perfide Täter vorgehen – und zeigt Familien, wie sie sich schützen können.

Von Frank Schedwill 15.02.2026, 08:30
Fiona Harms (links) hat mit ihrer Partnerin Saskia Röhl ein neues Internetprojekt auf dem Weg gebracht.
Fiona Harms (links) hat mit ihrer Partnerin Saskia Röhl ein neues Internetprojekt auf dem Weg gebracht. (Foto: Maik Schumann)

Sangerhausen/MZ. - Cybergrooming gehört zu den unsichtbaren, zugleich jedoch gefährlichsten Formen digitaler Annäherung. In sozialen Netzwerken, Online‑Games oder Messenger‑Diensten versuchen Erwachsene gezielt, das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen zu gewinnen – oft mit sexuellen Absichten. Was zunächst harmlos erscheint, entpuppt sich häufig als Teil einer Strategie, die darauf abzielt, Nähe aufzubauen, Grenzen zu verschieben und junge Menschen emotional abhängig zu machen. Die Täter agieren unauffällig, geschützt durch die Anonymität des Netzes, und werden meist erst erkannt, wenn sich bereits ein gefährlicher Prozess entwickelt hat.