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Nervige Spurrinnen Nervige Spurrinnen: Stadtrat will über Teilsanierung der Kylischen Straße beraten

Von Frank Schedwill 07.08.2018, 12:23
Die Stadt will die Spurrinnen in der Sangerhäuser Innenstadt beseitigen lassen.
Die Stadt will die Spurrinnen in der Sangerhäuser Innenstadt beseitigen lassen. Schumann

Sangerhausen - Sie sind ein Ärgernis für Autofahrer im Sangerhäuser Zentrum: In der Kylischen Straße, zwischen Grauengasse und Voigtstedter Straße, muss man mittlerweile aufpassen, dass man mit dem Auto nicht auf dem Pflaster aufsetzt. So tief sind die dortigen Spurrinnen.

Auch die Verkehrsgesellschaft Südharz, die die Straße mit ihren Stadtbussen nutzt, hat bereits Handlungsbedarf angemahnt. Der Straßenzustand sei nicht mehr hinnehmbar. Es müsse bald etwas geschehen, wolle man keine Schäden an den Fahrzeugen in Kauf nehmen.

Stadt Sangerhausen will Straße im Zentrum sanieren

Die Stadtverwaltung will sich des Problems nun annehmen. Wie aus Unterlagen für die nächste Stadtratssitzung am 23. August hervorgeht, plant sie, die Straße zwischen Scharfer Ecke und Magdeburger Straße für einen sechsstelligen Betrag zu sanieren. Vorgesehen ist nicht nur, die Schäden oberflächlich zu beheben, sondern „den Straßenzustand grundlegend zu verbessern“.

Damit soll der stark beansprucht Abschnitt der Straße, er ist die Hauptzufahrt in die Innenstadt, für die weitere Nutzung in den nächsten Jahren ertüchtigt werden, heißt es in dem Papier. Stimmen die Stadträte zu, werden die Arbeiten in Bauabschnitte gegliedert. Der erste geht von der Scharfen Ecke bis zur Voigtstedter Straße.

Planungsfehler offenbar Ursache für Spurrinnen in Sangerhäuser Innenstadt

Die Kosten werden allein dafür auf 108.000 Euro geschätzt. Das Geld ist bisher nicht im Haushalt eingestellt. Die Summe könnte aber aus sogenannten Ablösebeiträgen finanziert werden, die bei Bauprojekten im Sanierungsgebiet zu entrichten sind.

Ursache für die Spurrinnen ist offenbar eine Art Planungsfehler: Die Kylische Straße sei bei ihrer Neugestaltung in den Jahren 1996/97 nicht für den Stadtbusverkehr mit schweren Fahrzeugen ausgelegt worden, heißt es in der Vorlage. Die Stadt hatte damals darauf gehofft, dass kleinere Stadtbusse eingesetzt werden können. Doch die gab es nicht.

Wann gebaut werden soll und wie lange die Arbeiten dauern werden, ist noch unklar. Dazu gibt es in dem Papier keine Angaben. Matthias Knobloch, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen, hatte im Frühjahr aber bereits der MZ gesagt, dass er mit einem Baustart Ende Oktober/Anfang November dieses Jahres rechne. (mz)