16 Wochen nach Orkan Friederike

16 Wochen nach Orkan Friederike: Noch immer sieht Wanderweg bei Wippra wüst aus

Wippra - Der Landesforst kann die Routen nur Stück für Stück freischneiden.

Von Grit Pommer 10.05.2018, 12:00

Fast 16 Wochen ist es jetzt her, dass Orkan „Friederike“ tobte. Den Südharz hat es damals besonders schlimm erwischt. Und es ist bei Weitem noch nicht alles wieder aufgeräumt. Inzwischen hat in den Wäldern die Wandersaison wieder begonnen, aber etliche Wege sind noch von Bäumen versperrt, die damals im Sturm gefallen sind.

Der knapp sieben Kilometer lange Rundweg um die Talsperre Wippra zum Beispiel ist noch sehr stark beeinträchtigt. Das hatten schon Anfang April Mitglieder des Kreisanglervereins Sangerhausen festgestellt, als sie nach der Havarie an der Biogasanlage in Hayn den Zustand der Wipper überprüfen wollten.

Auch jetzt liegen noch an mehreren Stellen umgestürzte Bäume auf dem Weg. Vor allem für Mountainbiker, die jedes Mal erst das Rad darüber heben müssen, ist das ein Problem.

Holger Koth, Leiter des Landesforstbetriebs Süd, kann für die Situation nur um Verständnis bitten. „Wir wissen, dass manche Wege auch durch den Einsatz der Holzrücketechnik stark in Mitleidenschaft gezogen sind“, sagt er.

Im Forst habe man aber noch immer alle Hände voll damit zu tun, das Holz auf den am stärksten geschädigten Flächen aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen, um die Gefahr einer Borkenkäferkatastrophe einzudämmen. Deshalb seien zunächst nur die Hauptwege freigeschnitten worden. Dort, wo man mit der Technik im Wald sei, versuche man, am Ende auch die Wanderwege wieder herzurichten. (mz)