„Raja“ macht das Rennen

Diesen Namen erhält das Fohlen im Bauernmuseum Querfurt

Von Robert Briest
Die Mehrheit hat sich für den Namen Raja entschieden.
Die Mehrheit hat sich für den Namen Raja entschieden. (Foto: Briest)

Querfurt/MZ - „Raya“ ist die mutige Heldin, die sich im neuesten Trickfilm aus dem Hause Disney auf die Suche nach dem letzten Drachen begibt. Der würde zwar cineastisch auch wunderbar zur Burg Querfurt passen, doch bisher sind Lindwurmsichtungen dort Mangelware. Dafür lebt seit Dienstag in der historischen Anlage eine Raja.

Diesen Namen erhielt das Ponyfohlen, das im Mai überraschend im Bauernmuseum geboren wurde. Seine Mutter Ronja war im März dorthin gekommen, ohne dass die Museumsverantwortlichen von ihrer Trächtigkeit wussten. „Aber wir freuen uns, dass es da ist“, versicherte Landrat Hartmut Handschak (parteilos). Seine Kreisverwaltung, die für das Museum zuständig ist, hatte Ende Juni eine Namensabstimmung initiiert. Fünf Optionen, Bella, Elsa, Lilly, Lotte und eben Raya, standen zur Auswahl. Laut Kreis gaben 263 Bürger ihre Stimme ab, 78 entfielen auf Raya.

Raya und seine Mutter Ronja leben nun dauerhaft auf dem Gelände des Museums

Die Ehre, den Namen zu verkünden, wurde den Vorschulkindern des „Farnstädter Kinderlandes“ zu Teil. Sie hatten die Zeremonie auch mit einem Lied eröffnet. Anschließend hielten sie Schilder mit dem neuen Namen des Jungtieres hoch, bevor das Fohlen eine kleine Sektdusche bekam, von der es jedoch wenig angetan war. Auf mehr Interesse des Täuflings stießen dagegen die Mohrrübenstückchen, die ihm die Kinder nach der erfolgreichen Namensvergabe verfütterten.

Raya und seine Mutter Ronja, die sich durch die mittägliche Aufregung um sie herum nicht aus der Ruhe bringen ließ, leben nun dauerhaft auf dem Gelände des Museums.