Wintermärchen-Wettbewerb in Harzgerode Wintermärchen-Wettbewerb in Harzgerode: Startklar bei jedem Wetter

Harzgerode - Auch wenn das Wetter derzeit alles andere als ein Wintermärchen ist - Harzgerode ist für die gleichnamige Veranstaltung am 21. Februar gerüstet: „Wir wussten, dass wir nicht sicher sein können, Schnee zu haben“, sagt Harzgerodes Ortsbürgermeister Marcus Weise (CDU). „Wir haben einen Plan A, B und C.“ So sollen Schnee- und Eisfiguren zu sehen sein - und sollten die kühlen Baustoffe nicht ausreichend vorhanden sein - auch Figuren aus anderen Materialien. „Wir werden in jedem Fall das Gros der geplanten Figuren bauen“, unterstreicht der Ortsbürgermeister.
Um diese Zahl wird sich ein Teil des Rahmenprogramms des Wintermärchens ranken. So werden die Harzgeröder Kinder zu Beginn des bunten Nachmittagsprogramms 318 Luftballons in den Himmel steigen lassen.
Mit der Stadtwette sind die Kinder aufgefordert, sich 318 Sängerinnen und Sänger zu suchen, welche die beiden Kinderlieder „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Schneemann bau'n und Schneeballschlacht“ singen. Bei dieser Wette können die Kinder ein Kinderfest im Sommer gewinnen, sagt Harzgerodes Ortsbürgermeister Marcus Weise.
Wettpaten sind sind Trimet Harzgerode, Edeka Steinemann Harzgerode und das Hotel Habichtstein Alexisbad. Und um 16 Uhr werden, organisiert durch den Gewerbestammtisch, 318 Kerzen in gestalteten Gläsern in der Innenstadt aufgestellt. „Pate“ für die Zahl 318 ist übrigens das Alter der St.-Marien-Kirche.
Ein Schnee- und Eisbauwettbewerb - für den die Harzgeröder Schnee in Big-Packs gesammelt haben und noch aus dem Oberharz holen wollen - ist ein zentraler Punkt beim „Wintermärchen“ des MDR. Bei dieser Aktion geht es darum, dass sich drei Orte aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt als Urlaubsregion speziell für den Winter vorstellen - und auch darum, wer die schönste Figur baut. Natürlich hätten die Mitbewerber Masserberg und Johanngeorgenstadt Harzgerode etwas voraus, was die Höhenlage anbelangt, sagt Marcus Weise. „Aber davon lassen wir uns nicht beeindrucken. Wir haben hier eine tolle und engagierte Gemeinschaft.“
Salut-Startschuss des Harzgeröder Schützenvereins
Und diese wird sich den Besuchern am 21. Februar präsentieren. Dabei werden nach dem Salut-Startschuss des Harzgeröder Schützenvereins gleich an mehreren Standorten Figuren gebaut. Am Platz vor der Sparkasse steht dies unter dem Thema „Wanderparadies Harzgerode“. „Wir wollen unsere Region vorstellen und haben uns dafür Themen gegeben“, sagt Siegfried Ottilie vom Organisationsteam. Die Idee für das „Wanderparadies Harzgerode“ brachte Birgit Bühl ein, die mit ihrem Team gleich drei Figuren bauen will. Entstehen sollen am Platz vor der Sparkasse die unterschiedlichsten Objekte von der Verlobungsurne über den Obelisken oder die Petruskapelle bis hin zum Bergmann - gebaut von Vereinen, Institutionen und Einrichtungen.
Am Schlossberg geht es um das Thema „Wintersport und Harzer Hexen“. Hier soll es unter anderem ein „Biathlonstadion“ geben. „Auf dem Marktplatz werden sich unsere Kinder betätigen“, sagt Siegfried Ottilie. Kindertagesstätten aus den Ortschaften und die Grundschule wollen hier Märchen-Motive gestalten. Und gebaut wird auch in der Oberstraße: Hier soll der Alexis-Erbstollen zu sehen sein.
Eine tolle Überraschung für die ganze Stadt
„Wir wollen nicht nur den Wettbewerb gestalten, sondern auch eine tolle Veranstaltung für die ganze Stadt und alle Besucher organisieren“, erklärt Marcus Weise. Das Rahmenprogramm beginnt eigentlich schon um 7.50 Uhr in Gernrode mit einem Dampfsonderzug nach Harzgerode und einer Doppelausfahrt in Alexisbad. Ab 14 Uhr gibt es in Harzgerode ein buntes Treiben, das von Auftritten des Theatervereins Schlossgeister und des Güntersberger Faschingsclubs über eine Stadtwette, ein Singen mit der Volkskunstgruppe und jazzigen Rhythmen bis hin zu einem Fackelumzug mit dem Spielmannszug der Feuerwehr, Glühwein am Lagerfeuer und der Après-Ski-Party reicht. Zudem haben die Geschäfte in der Innenstadt bis 18 Uhr geöffnet und werden spezielle Aktionen vorbereiten. „Und wir werden viele Überraschungen für Familien und Kinder haben“, so der Ortsbürgermeister.
Für Kultur- und Geschichtsbegeisterte bietet der Kultur- und Heimatbund Führungen durch das Schloss an. Auch in der St.-MarienKirche gibt es Führungen und zudem eine Fotoausstellung von Torsten Brehme unter dem Titel „Harzgerode im Winter“.
Engagement in allen Ortsteilen
Das Organisationsteam freut besonders, dass sich Engagierte aus allen Ortsteilen der Stadt beteiligen: sei es beim Bauwettbewerb, beim Transport oder dem Bereitstellen von Technik, beim Gewährleisten der Sicherheit , bei der gastronomischen Versorgung oder der finanziellen Unterstützung. „Die Veranstaltung leistet einen großen Beitrag dazu, den Zusammenhalt insgesamt zu stärken“, sagt Marcus Weise, der auch noch einmal deutlich macht: „Natürlich verfolgen wir auch den Wettbewerbsgedanken, aber unser oberstes Ziel ist, dass alle Beteiligten eine Menge Spaß haben.“ Bei einer Veranstaltung, die, wie Siegfried Ottilie sagt, durch Sponsoren finanziert wird. (mz)