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Filmprojekt in Ballenstedt Roter Teppich in Ballenstedt: Kurzfilme feiern im Schloss Premiere

Vom Drehbuchschreiben bis zur Nachsynchronisation: Fünf Tage lang haben Schüler des Wolterstorff-Gymnasiums an Kurzfilmen gearbeitet und sich an ein schwieriges Thema gewagt. Im Februar feiern ihre Filme Premiere.

Von Rita Kunze 28.01.2026, 19:00
Schüler der Film und Foto AG des Wolterstorff-Gymnasiums stehen vor und hinter der Kamera.
Schüler der Film und Foto AG des Wolterstorff-Gymnasiums stehen vor und hinter der Kamera. Foto: Heydecke

Ballenstedt/MZ. - Im Schloss Ballenstedt wird wieder der rote Teppich ausgerollt. Nicht für berühmte Filmstars, sondern für Schüler, die eine Woche lang vor und hinter der Kamera gestanden haben: Während eines Workshops im Oktober hat die Foto und Film AG des Ballenstedter Wolterstorff-Gymnasiums zwei Kurzfilme gedreht, die im Februar bei einer Premiere im Nordflügel des Schlosses gezeigt werden.

Kurzfilm-Produktion: Aus 18 Stunden werden zehn Minuten

Die 13- bis 16-Jährigen hatten fünf Tage Zeit für das Drehbuch-Schreiben, die Dreharbeiten und die Postproduktion. „Da sind 18 Stunden Filmmaterial zusammengekommen, die jetzt auf fünf oder sechs Minuten pro Film zusammengeschnitten werden müssen“, erklärt Detlef Heydecke vom Schlossparkverein, der die Schüler bei ihrem Projekt begleitet hat.

Wie ein Drehbuch geschrieben wird, lernen die Schüler hier.
Wie ein Drehbuch geschrieben wird, lernen die Schüler hier.
Foto: Heydecke
Die Klappe für die nächste Szene.
Die Klappe für die nächste Szene.
Foto: Heydecke

„Das Besondere ist, dass wir die beiden unabhängigen Filme miteinander verwoben haben - wie die Zwei-, Drei- und Vierteiler im Kino. Wir haben das mal probiert, in der ersten Geschichte schon Teile der zweiten mit einzubinden.“ Zugleich hätten sich die Jugendlichen das schwerste Genre überhaupt ausgesucht: Humor. „Jeder hat ein anderes Empfinden. Der eine lacht schon, wenn jemand auf einer Bananenschale ausrutscht, der nächste findet das total blöd.“

Ballenstedter Filmprojekt findet viele Unterstützer

Das Projekt wurde im Landschulheim Hohegeiß durchgeführt - mit Hindernissen, erinnert sich Heydecke. Eine Volkstanzgruppe, die zur gleichen Zeit dort war, habe mit Schalmeien und Trommeln musiziert. „Wir konnten keinen Text sprechen, ohne dass eine Schalmei im Hintergrund die Situation verfälscht hätte. Das haben wir mit viel Aufwand nachsynchronisieren müssen. Aber für die Schüler war das klasse, weil sie gemerkt haben: Da gibt es noch mehr als das Sprechen vor der Kamera. Synchron zu einem laufenden Bild zu sprechen, ist nicht einfach.“

Möglich wurde dieses Projekt durch eine Förderung des Paritätischen Bildungswerks. Mit ihm Boot waren die Stadt Ballenstedt, der Verein Heimatbewegen und der Ambulante Hospizdienst Hoffnung. „Das war allein in der Vorbereitung eine ganz kunterbunte Sache, die sich ausgezahlt hat, weil sie so vielfältig war. Gerade aus dem Palliativbereich sind viele Ideen gekommen - wo ich zuletzt dran gedacht hätte“, gesteht Detlef Heydecke.