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Geschichte im Harz Raketenpost, Luftschiff und Alltag im Krieg – so erlebte Thale die NS‑Zeit

Ein Raketenversuch im Nebel, Gleichschaltung im Alltag, Kriegsproduktion und viele Tote: Das neue Buch von Heiko Golla zeigt, was die NS‑Zeit für Thale bedeutete.

Von Kjell Sonnemann 30.01.2026, 07:30
Diese Postkarte zeigt ein Luftschiff über dem Berghotel Rosstrappe. Die „Graf Zeppelin“ schwebte 1934 über Thale, wie in Heiko Gollas neustem Buch zu erfahren ist.
Diese Postkarte zeigt ein Luftschiff über dem Berghotel Rosstrappe. Die „Graf Zeppelin“ schwebte 1934 über Thale, wie in Heiko Gollas neustem Buch zu erfahren ist. Foto: Sammlung Heiko Golla

Thale/MZ. - Januar 1934. Unter lautem Getöse startete eine anderthalb Meter lange Schubrakete auf dem Hexentanzplatz-Plateau in Thale. Ihr Ziel: die gegenüberliegende Rosstrappe. Ob die Rakete – es handelte sich um einen Raketenpost-Versuch eines Harzers – auch wirklich dort ankam, sahen die Zuschauer nicht, weil dichter Nebel die Sicht verhinderte. „Erst Tage später haben Hitlerjungen, die die Hänge abgesucht hatten, Raketenteile gefunden“, berichtet Heiko Golla. Der Geschichtsinteressierte schildert das Ereignis, das auch für ihn neu war, in seinem kürzlich erschienenen Buch „Thale 1933 – 1945. Die Geschichte des Ortes in der Zeit des Nationalsozialismus“.