Planung Quarmbeck

Planung Quarmbeck: Quedlinburg will Industriegebiet ohne Gefahr für Welterbetitel

Quedlinburg - Denkmalbehörden lehnen bisherigen Entwurf ab. Stadt will Kompromiss.

Von Petra Korn
Blick auf das Schloss von Quedlinburg.
Blick auf das Schloss von Quedlinburg. Urheber: Chris Wohlfeld

Mit einer hauchdünnen Mehrheit hat der Stadtrat Quedlinburg am Donnerstagabend den Weg frei gemacht, einen dritten Entwurf für einen Bebauungsplan Industriegebiet Quarmbeck zu erarbeiten.

Voraussetzung dafür war ein Beschluss zur Abwägung der zu einem zweiten Planentwurf eingegangenen Stellungnahmen. Diesen bestätigte der Rat in namentlicher Abstimmung mit 15 Ja- und 14 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen.

Zweiter Planentwurf war abgelehnt

Ein Hauptdiskussionspunkt war dabei, dass sowohl das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie als auch Icomos, der Internationale Rat für Denkmalpflege, den zweiten Planungsentwurf abgelehnt hatten.

Als Grund wurde unter anderem eine erhebliche Beeinträchtigung geschützter Sichtbeziehungen zum Stiftsberg und der Stadtsilhouette genannt. Daraus resultierend gab es Befürchtungen um den Welterbestatus der Stadt.

Oberbürgermeister Frank Ruch (CDU) erklärte, dass der Titel keinesfalls riskiert werde. Die Denkmalbehörden hätten Gesprächsbereitschaft signalisiert. Das solle im Rahmen der Erarbeitung des dritten Entwurfs erfolgen. „Wir werden das machen, was wir im Kompromiss mit dem Landesamt und Icomos hinbekommen“, so der Oberbürgermeister. (mz)