Jahresbilanz

Lutz Günther: „Wir legen das Geld jetzt in den Sparstrumpf“

Zweckverband verzeichnet einen Überschuss von 1,2 Millionen Euro.

Von Petra Korn
Trinkwasser läuft aus dem Wasserhahn in ein Glas.
Trinkwasser läuft aus dem Wasserhahn in ein Glas. Foto: dpa

Quedlinburg/MZ - Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz (ZVO) hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Plus beendet. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro. „Es war ein sehr erfolgreiches und sehr gutes Jahr“, bilanzierte Lutz Günther, Geschäftsführer des Zweckverbandes mit Sitz in Quedlinburg.

Wie er erläuterte, habe der Verband mit rund 2,8 Millionen Kubikmetern Trinkwasser eine ähnliche Menge verkauft wie in den Vorjahren. Die veräußerten Mengen bewegten sich stets zwischen 2,6 und 2,9 Millionen Kubikmeter; die knapp 3 Millionen Euro im Jahr 2018 seien infolge einer Umstellung bei der Ablesung der verbrauchten Mengen zustande gekommen.

Verkaufte Menge bleibt relativ stabil

„Obwohl wir über die Jahre hinweg weniger Einwohner zu versorgen haben“ - 2005 seien es knapp 70.000 gewesen, aktuell seien es rund 58.000 - „bleibt die verkaufte Gesamtmenge relativ stabil“, ordnet der Geschäftsführer ein. Wie er berichtet, hätten sich in den vergangenen beiden heißen Sommern viele Kunden Gartenwasserzähler durch den Zweckverband einbauen lassen. Die über diese Zähler erfassten Mengen zählten nicht für die Berechnung der Schmutzwassergebühren. Große Trinkwasser-Industriekunden gebe es im durch den Verband versorgten Gebiet nicht; „das verteilt sich mehr auf breite Schultern“, sagt der Geschäftsführer und fasst zusammen: „Unsere Kunden entnehmen konstant Wasser.“

Die Verbrauchsstatistik seit 2005
Die Verbrauchsstatistik seit 2005
Foto: Büttner

Die Menge des Schmutzwassers, das durch den Zweckverband entsorgt wird, war - trotz insgesamt sinkender Einwohnerzahlen - in den vergangenen Jahren gestiegen. „Schon deswegen, weil wir in den vergangenen Jahren immer noch für die zentrale Entsorgung erschlossen haben“, erklärt Lutz Günther. Insgesamt liegen die Mengen für die zentrale und dezentrale Entsorgung zwischen 2,9 und 3,2 Millionen Kubikmetern pro Jahr.

Der im vergangenen Jahr erzielte Überschuss wird in die Rücklage überführt, sagt der Geschäftsführer. „Wir legen das Geld jetzt in den Sparstrumpf.“ Es werde dann in der nächsten Kalkulationsperiode verrechnet; die aktuelle läuft bis 2022. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes hat den Jahresabschluss einstimmig bestätigt. Zugleich hat sie dem Geschäftsführer Entlastung erteilt.