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Gesundheit im HarzKurzentrum Bad Suderode: Welchen Termin es im Insolvenzverfahren gibt

Ein ruhendes Gerichtsverfahren und ein laufendes Insolvenzverfahren: Wie ist der Stand beim Kurzentrum Bad Suderode?

Von Petra Korn 28.11.2023, 15:30
Seit 2013 geschlossen: das  Kurzentrum in Bad Suderode. Das Gerichtsverfahren zu einem Rückkauf ruht aktuell.
Seit 2013 geschlossen: das Kurzentrum in Bad Suderode. Das Gerichtsverfahren zu einem Rückkauf ruht aktuell. (Foto: Korn)

Bad Suderode/Quedlinburg/MZ. - Bekommt die Stadt Quedlinburg das ehemalige Kurzentrum in Bad Suderode womöglich zurück, ohne dass dazu ein Gericht entscheiden muss? Welchen aktuellen Stand es hier gibt, dazu informierte Katrin Kluge, Justiziarin der Stadtverwaltung, in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses.

Aktuell laufe gerade die Prüfung, mit dem Insolvenzverwalter eine „zeitnahe gute Lösung“ für den Ort Bad Suderode und das Kurzentrum als Herz des Ortes zu finden, berichtete Katrin Kluge. Dabei müsse eine Lösung „sich zeitlich und inhaltlich als belastbar“ erweisen, und diese Lösung müssten auch alle Stadt- und Ortschaftsräte vertreten können, sagte die Justiziarin weiter.

Die Stadt hatte das ehemalige Kurzentrum im Jahr 2015 an die European Special Properties GmbH verkauft, die die Anlage eigenen Angaben zufolge wiederbeleben und einer neuen Nutzung zuführen wollte. Weil das nicht erfolgte, strebt die Stadt einen Rückkauf an. Sie hatte deshalb Klage beim Landgericht Magdeburg eingereicht. Ein erster Gerichtstermin war für den 20. September angesetzt; doch am 19. September war über das Vermögen der Gesellschaft durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Dieses Gerichtsverfahren ruhe aus gesetzlichen Gründen, da es mit dem Insolvenzverwalter eine neue Partei gebe, erklärte Katrin Kluge im Hauptausschuss weiter. „Es ist aber nicht beendet“, das Verfahren könnte wieder aufgenommen werden.

Im Insolvenzverfahren gibt es der Justiziarin zufolge einen ersten festen Termin: Bis zum 30. November könnten Forderungen angemeldet werden. Das mache auch die Stadt Quedlinburg: Sie lasse über die Kanzlei, die die Stadt bereits bei dem angestrebten Rückkauf betreut, alle Forderungen anmelden, die im Laufe der Zeit entstanden seien, erklärte Katrin Kluge.

Mit dem aktuellen Rückkaufverlangen scheitert bereits der zweite Privatisierungsversuch. In ihrem Eigentum behalten will die Stadt das Kurzentrum, das im Jahr 2013 geschlossen wurde, aber nicht, wollte es – nach Rückkauf – in neue Hände geben. In der aktuellen Situation, so hatte es Oberbürgermeister Frank Ruch (CDU) berichtet, habe sich der Insolvenzverwalter bereiterklärt, Vorgespräche mit ernsthaften potenziellen Investoren zu führen.