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  7. Floorball-2. Bundesliga: Gegen wen die Quedlinburger Füchse nicht clever genug sind

Floorball-2. BundesligaGegen wen die Quedlinburger Füchse nicht clever genug sind

GutsMuths hatte sich am Samstag einiges vorgenommen. Der Trainer erklärt, warum daraus nichts geworden ist.

Von Detlef Liedmann 27.11.2023, 19:30
Paul Sundt schafft es in dieser Situation nicht, den Ball am Leipziger Goalie vorbeizubringen.
Paul Sundt schafft es in dieser Situation nicht, den Ball am Leipziger Goalie vorbeizubringen. (Foto: Sven Brückner)

Quedlinburg/MZ. - „Das Ergebnis ist am Ende zu hoch ausgefallen. Wir haben in der Schlussphase den Torwart rausgenommen und alles oder nichts gespielt“, ordnet Trainer Gary Blume das 4:9 der TSG Füchse Quedlinburg gegen Tabellenführer DHfK Leipzig ein.

Drei Treffer in zwei Minuten

Denn drei der neun Tore kassierten die Quedlinburger Floorballer im Spiel der 2. Bundesliga Ost in den letzten zwei Minuten. Und Blume hatte schnell die Ursachen ausgemacht. „Es waren vor allem individuelle Fehler, die zu der Niederlage geführt haben.“ Und: Leipzigs Keeper Finn Höfer hatte einen Sahnetag erwischt. „Er hat Bälle gehalten, die eigentlich gar nicht zu halten waren.“ Mitunter hatten die Quedlinburger schon die Arme zum Jubeln hochgerissen, doch Höfer bekam irgendwie noch einen Körperteil an den kleinen gelochten Ball dran.

Die Leipziger hingegen waren gnadenlos effizient und wurden dabei teilweise freundlich unterstützt. „Wenn du einem Abwehrspieler sagst, er soll mit dem Ball hintenrum gehen und er trotzdem das Eins-zu-Eins sucht, das ist wie im Fußball ein Rückpass von der Mittellinie zum Torwart und ein Gegenspieler spritzt dazwischen“, nennt Blume eine der Situationen, die ein heftiges Kopfschütteln zur Folge hatten.

Es waren individuelle Fehler, die zu der Niederlage geführt haben.

Gary Blume, Trainer TSG Füchse

Und er nennt ein anderes Beispiel: „Wenn jemand meint, dass er seinen Gegenspieler, nachdem er ihn gefoult hat, noch über die Bande schubsen muss, dann bekommt er eine Zeitstrafe, die nicht hätte sein müssen. Solche Situationen kannst du natürlich nicht trainieren. Das ist einfach eine Kopfsache.“ Und prompt haben die Füchse zweimal nach Zeitstrafen Gegentreffer kassiert.

Spiel hat gut angefangen

Dabei fing das Spiel gut an aus Quedlinburger Sicht. Markus Bremmel (1:0, 6.) und Tom Fiedler (2:1, 12.) lenkten mit ihren Treffern das Spiel in die gewünschten Bahnen. Im zweiten Drittel gerieten die Hausherren in der Bodelandhalle ins Hintertreffen. 3:5 hieß es nach 40 effektiven Spielminuten, weil die Leipziger im zweiten Abschnitt mehr oder weniger jeden Fehler der Füchse bestraften. „Uns ist das leider nicht gelungen“, sagt Blume. Lediglich Toni Henneberg konnte auf Vorlage von Paul Sundt einnetzen (34.). Tom Fiedler brachte die Füchse im dritten Viertel noch einmal auf 4:5 heran (49.). Diesmal hatte Henneberg aufgelegt. Doch beide mussten in der weiteren Folge Zeitstrafen hinnehmen, was die Gäste aus der Messestadt zu nutzen wussten. „In der Summe waren die Leipziger spielerisch etwas besser. Aber vor allem waren sie viel cleverer als wir“, resümierte Blume nach dem 4:9 (2:1, 1:4, 1:4). Durch die Niederlage sind die Füchse auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht, haben aber immer noch reichlich Abstand auf FBC Havel aus Potsdam sowie den USV TU Dresden.

Und das soll auch so bleiben. Am kommenden Sonntag müssen die Füchse beim Schlusslicht in Dresden ran. Los geht es in der Elbestadt um 16 Uhr. „Hoffentlich sind die Straßenverhältnisse ordentlich. Für alles andere müssen wir selber sorgen“, so Gary Blume.