Aus dem Harz nach England Auswanderin aus Harzgerode: „Das hat sich sehr wie zu Hause angefühlt“
Ein „Schlossgeist“ im Vereinigten Königreich: Wiebke Müller aus Harzgerode ist nach ihrem Studium nach England ausgewandert. Im Gespräch mit der MZ erzählt die 37-Jährige über ihre neue Heimat, ihre Arbeit als Deutschlehrerin an einem Mädchengymnasium, Weihnachtsbräuche und was sie mit der Königsfamilie verbindet.

Newbury/Harzgerode/MZ. - Im Hause Müller in Newbury, eine Stunde von London entfernt, weihnachtet es. Der Baum steht, ist geschmückt mit Kugeln und anderen Figuren, die Wiebke Müller mit den Weihnachtsfesten in ihrer alten Heimat, Harzgerode, verbindet. Im Fenster leuchtet seit ein paar Tagen ein aus dem Harz mitgebrachter Schwibbogen, selbstgebaut vom Opa. Ihr Sohn, der zweijährige Iggy, der zweisprachig aufwächst, hat ihn für „Wow!“ befunden. Und zum ersten Mal in seinem jungen Leben durfte er am Vorabend des Nikolaustages seine Stiefelchen putzen. In Großbritannien kommt kein Nikolaus am 6. Dezember. Eigentlich. Aber Wiebke Müller ist sehr daran gelegen, dass Iggy auch die deutschen Weihnachtsbräuche kennenlernt, die, mit denen sie groß geworden ist. Seit über zehn Jahren schon ist die Harzgeröderin in England zu Hause.
