Reales Beziehungsdrama

NAUMBURG. - "Andreas Kläne, Journalist und Autor aus Cloppenburg, widmet sich in seinem Buch ""Totgeliebt"" diesem realen Fall. Am Mittwochabend war er Gast des Naumburger Frauenstammtischs. Im Café des Theaters der Domstadt erzählte der Niedersachse, Jahrgang 1956, jene Geschichte eines ungleichen Paares und deren fatale Entwicklung: von der ersten Begegnung über den Ehealltag mit seinen teils beklemmenden Szenen bis zur Trennung und dem anschließenden Tod des Mannes. Die unterschiedlichsten Reaktionen der Stammtischteilnehmerinnen begleiteten die detaillierten Schilderungen: Nachdenkliche Minen, Kopfschütteln, erstauntes Schmunzeln. ""Die Geschichte zeigt, was im schlimmsten Fall passieren könnte, wenn man Dinge unter den Teppich kehrt, die besprochen werden müssen"", sagte der Autor. Andreas Kläne beantwortete darüber hinaus die Fragen der Stammtischteilnehmerinnen, erzählte von seiner Begegnung mit der wegen Mordes verurteilten Frau, die er während einer seiner Recherchen über Straftäter zufällig in einem Gefängnis kennengelernt ..."

Von CONSTANZE MATTHES 11.02.2010, 19:06

21 ausländische Lehrgangsteilnehmer am Bundessprachenamt sowie dessen Leiter des militärischen Teils, Oberstleutnant Ulrich Sommer, waren am Donnerstag zu Gast im Saale-Unstrut-Klinikum. Während sie in der Domstadt die deutsche Sprache noch erlernen müssen, sind sie bereits auf ihrem medizinischen Gebiet nahezu Spezialisten und arbeiten in ihrem jeweiligen Land in einem Militärkrankenhaus. Ob als Chirurg oder Allgemeinmediziner, als Internist oder Orthopäde. Ein Rundgang im hiesigen Klinikum zählt zu den wichtigsten Erlebnissen während ihres Aufenthaltes in Naumburg, an dem sich ein meist einjähriger Einsatz in einem deutschen Bundeswehrkrankenhaus anschließt. "Sie sollen das hier Gelernte in ihrem Land anwenden", sagte Betreuungssoldat Hauptgefreiter Martin Biskup.

Neben dem Chefarzt der Fachklinik für Gefäßchirurgie führten Dr. Thilo Koch, Chefarzt für Innere Medizin, sowie Dr. Helmut Beder, Chefarzt der Klinik Allgemein- und Viszeralchirurgie, die Lehrgangsteilnehmer durch die verschiedensten Abteilungen des Hauses. Von der Notaufnahme bis zur Intensivstation. Zum direkten Einblick in den Krankenhausalltag zählten auch viele Informationen, die die Gäste als Antwort auf ihre zahlreichen Fragen zu den unterschiedlichsten Themen wie moderne Behandlungsformen, technische Ausrüstung, Ausbildung der Fachkräfte und Struktur der einzelnen Fachbereiche erhielten. Beeindruckt von dem Klinikum zeigte sich Serbesina Borova. "Es ist ein gutes Krankenhaus, vor allem sehr gut organisiert", sagte die 35-jährige Albanerin, die in Tirana als Anästhesistin arbeitet.

Am Ende lud Geschäftsführer Gerd Holland die besonderen Besucher zu einem Imbiss ein. "Wir haben dabei auf die Kulturen geachtet. Das Essen ist koscher", betonte der Klinikumschef, der zuvor die Gäste in verschiedenen Sprachen - selbst in Ägyptisch und Vietnamesisch - begrüßt hatte.