Verbindung mit Leipzig

Verbindung mit Leipzig: Petition für direkte S-Bahn-Linie nach Merseburg

Merseburg - Verband Ökolöwe bringt S-Bahn-Direktverbindung zwischen Leipzig und Merseburg über Bad Dürrenberg ins Gespräch. Ist die Idee charmant oder unnötig?

Von Melain van Alst

Charmant sagen die einen, unnötig die anderen. Vor kurzem hat der Verband Ökolöwe Umweltbund Leipzig einen Vorstoß gewagt und einen S-Bahn-Direktverbindung zwischen Leipzig und Merseburg über Bad Dürrenberg ins Gespräch gebracht.

Mit einer Online-Petition will nun ein Merseburger zeigen, dass der Bedarf für die Strecke durchaus vorhanden ist. Bislang hat die Petition 151 Unterstützer, gern dürfen es aber 10.000 werden, wie online zu lesen ist. Dabei lasse es sich auf einen einfachen Nenner bringen: „Umwelt schonen, Attraktivität der Region Geiseltalsee und Stadt Merseburg erhöhen, Wirtschaft und Tourismus ankurbeln“.

Direkte S-Bahn-Verbindung von Leipzig nach Merseburg: Pendler könnten 20 Minuten Zeit sparen

Auf direktem Wege von Leipzig über Bad Dürrenberg und Großkorbetha bis nach Merseburg soll die S-Bahn-Verbindung verlaufen. Der Verband rechnet vor, dass so 20 Minuten gespart und eine alte Strecke wiederbelebt werden könnte, die 1998 stillgelegt wurde.

Während man in Leipzig die Debatte führt, ob Markranstädt mit einer direkten S-Bahn-Linie an die sächsische Großstadt angeschlossen werden sollte, zeigt man sich mit Blick auf die Linie Leipzig-Merseburg wenig beeindruckt.

Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) sieht keinen Bedarf für eine Direktverbindung. Die Bürgermeister aus Merseburg und Bad Dürrenberg dagegen schon. Matthias Uhlig vom Verband Ökolöwe sieht das ähnlich. Leipzig werde in den kommenden Jahren weiter wachsen. „Dieses Wachstum müssen wir auf die Schiene bringen“, so Uhlig. (mz)

››Die Petition ist online unter: www.openpetition.de zu finden.