Noch besteht Badeverbot

Noch besteht Badeverbot: Warten an Raßnitzer und Wallendorfer See könnte bald enden

Schkopau - Die Lage am Raßnitzer und am Wallendorfer See ist für Schkopaus Bürgermeister Andrej Haufe (CDU) unbefriedigend. Gern würde er die Gewässer stärker touristisch nutzen.

Von Robert Briest 29.06.2017, 16:14

Die Lage am Raßnitzer und am Wallendorfer See ist für Schkopaus Bürgermeister Andrej Haufe (CDU) unbefriedigend. Gern würde er die Gewässer stärker touristisch nutzen.

Doch zur Zeit ist das nicht möglich, stehen beide Seen doch noch unter Bergaufsicht. „Für jede Bootsübung der Feuerwehr muss ich eine Einzelgenehmigung beantragen“, klagt er. Doch nun könnte Bewegung in die Angelegenheit kommen: Das Landesverwaltungsamt erklärte auf MZ-Anfrage, dass es das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren zeitnah abschließen wolle.

Weiter Badeverbot an Raßnitzer und am Wallendorfer See

Dessen Fehlen ist aktuell der Grund, warum es mit der offiziellen Seenutzung nicht vorangeht. „Ohne den Beschluss wollen wir nicht den Antrag auf Beendung des Bergrechts stellen“, sagt Dietmar Onnasch von der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), in deren Verantwortung die Seen noch liegen. Denn der Beschluss regelt auch die finale Wasserhöhe, die die LMBV etwa beim Wallendorfer See mit einem noch zu bauenden Kanal Richtung Luppe regeln will.

„Der wird nur gebaut, wenn der Beschluss vorliegt“, betont Onnasch, sonst wäre das Risiko zu groß, nachbessern zu müssen. Für die LMBV käme es auch nicht infrage, das Baden ohne entsprechende Verwaltungsbeschlüsse freizugeben, da man auch hier das Risiko trage, wenn etwas passiere.

Liegt die Entscheidung des Landesverwaltungsamtes vor, könnte die LMBV den Abschlussbericht für die Tagebauseen fertigstellen und den Antrag auf Entlassung aus dem Bergrecht stellen. Bis dahin besteht das Badeverbot weiter – das freilich in der sommerlichen Praxis kaum Beachtung findet. (mz)