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Nach Demo in Querfurt Nach Demo in Querfurt: Bürgermeisterin Nicole Rotzsch verteidigt Nicht-Handeln

Von Dirk Skrzypczak 29.10.2015, 12:17
Nicole Rotzsch
Nicole Rotzsch Archiv/Wölk Lizenz

Querfurt - Angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte auch im Saalekreis hält Querfurts Bürgermeisterin Nicole Rotzsch (CDU) nichts von öffentlichen Versammlungen oder Demonstrationen zum Thema Migration. „Jene Veranstaltungen, egal von welcher Seite, tragen meines Erachtens nur dazu bei, die Verunsicherung weiter zu schüren“, erklärte die Bürgermeisterin gegenüber der MZ. Rotzsch reagierte damit auf Kritik am Stadtrat.

Die Fraktionsvorsitzenden hatten vergangene Woche entschieden, nicht auf eine Demo der rechten Szene in der Stadt zu reagieren. 250 zumeist Rechtsextreme waren am Sonntag durch die Stadt gezogen. Die Linkspartei hatte einen friedlichen Protest auf dem Markt organisiert.

„Die Entscheidung der Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, keine gemeinsame Gegenaktion zu starten, ist aus meiner Sicht die richtige Entscheidung gewesen“, so Rotzsch. In Bezug auf die Flüchtlingsproblematik sei die Politik in Berlin mehr denn je gefragt. (mz)